Nordkapp 2017

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Chesse
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Re: Nordkapp 2017

#26 Beitrag von Chesse » 26. Januar 2017, 09:16

Felix

Vereinzelt wird auch B&B von privat angeboten. Der Standard ist oft einfach, preismässig som um die NOK 300 - 500.
Abseits der Orte wirst Du auch oft auf private Hütten treffen die zum Mieten angeboten werden. Der Standard ist oft einfach und/oder veraltet. Wenn Du dann niemanden antriffst, mach Dir nichts draus. Der Schlüssel hängst dann meistens an einem Haken neben der Tür. Geh rein und machs Dir bequem. Die Besitzer tauchen dann im Laufe des Abends zum abkassieren auf. Hier ist dann Bares gefragt. Karten werden nicht akzeptiert.
Gruß ch
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Re: Nordkapp 2017

#27 Beitrag von uelbich » 26. Januar 2017, 10:45

farbschema hat geschrieben:
ganz im Norden dachte ich auch an günstige Herbergen.
Hast eine Vorstellung was ein einzelnes Zimmer mit einfachem Standard etwa kosten würde?
Naja, Norwegen ist nicht gerade billig. Meine beiden Übernachtungen vor und nach dem Nordkapp waren Lakselv Hotel und Thon Hotel Alta und das waren/sind keine Luxusherbergen ! :?

Camping mach ich nicht :roll:
Gruß Reiner
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Re: Nordkapp 2017

#28 Beitrag von Chesse » 26. Januar 2017, 11:14

Da gebe ich Dir Recht Üblich
Hotels sind nicht billig, und abseits der Städte handelt es sich in der Regel auch um Touristenhotels bei denen der Standard/Comfort und Sauberheit manchmal zu wünschen übrig lassen. Hotels in den Städten sind meistens besser, bei ungefähr gleichem Preis.

Ich persönlich bevorzuge Hütten auf Campingplätzen. Diese liegen meinstens in naturschöner Umgebung, sind sauber und haben alles was man braucht um Abends ein einfaches warmes Essen auf den Tisch zu zaubern. Kühlschrank, Kochmöglichkeiten. Und die sanitären Anlagen sind auch ok.
Gruß ch
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Re: Nordkapp 2017

#29 Beitrag von farbschema » 27. Januar 2017, 20:34

Danke. Mir geht es nicht um günstig. Wichtig ist aber ein Gefühl für die Preise zu bekommen.
Sprit und Übernachtung in der Kälte sind wenig zu beeinflussen.

100 NOK sind aktuell ca. EUR 11,20.-

Also günstiges Hotelzimmer zwischen grob 30.- und 60.- EUR.
Der Standard ist mir egal. Was ich an Herbergen in Marokko erlebt habe,
so mit Blutspritzern an den Wänden hoch. Mei, ich hab kein Wellness gebucht.
Grüße, Felix
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Re: Nordkapp 2017

#30 Beitrag von uelbich » 27. Januar 2017, 21:11

farbschema hat geschrieben: 100 NOK sind aktuell ca. EUR 11,20.-

Also günstiges Hotelzimmer zwischen grob 30.- und 60.- EUR.
Dafür bekommste auf dem Campingplatz eine Hütte aber kein Hotel.

Um ein Gefühl für die Preise zu erhalten gehste auf booking.com, hrs.de, trivago usw.
Gruß Reiner
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Re: Nordkapp 2017

#31 Beitrag von farbschema » 27. Januar 2017, 22:39

uelbich hat geschrieben: 100 NOK sind aktuell ca. EUR 11,20.-

Also günstiges Hotelzimmer zwischen grob 30.- und 60.- EUR.

------------------

Dafür bekommste auf dem Campingplatz eine Hütte aber kein Hotel.
Um ein Gefühl für die Preise zu erhalten gehste auf booking.com, hrs.de, trivago usw.
Meine Preisangabe in EUR bezog sich auf die oben genannten 300-500 NOK.
Mir genügt im Prinzip ein Dach, dass ein Übernachten möglich macht wenn es draußen 0 Grad kalt ist und regnet.
(lieber möchte ich im Zelt auf dem Campingplatz, oder in der Natur übernachten)

Bei Trivago gehts bei gut 67.- los für ein sehr einfaches (Hütten-)Zimmer mit Frühstück.
Saison mitte Juni, Oben am Nordkapp. Passt schon.


Honningsvåg, 2,5 km bis Zentrum
Gut – 76 / 100 (953 Bewertungen)

http://www.trivago.de/?iPathId=51656&bD ... ilterTab=0&
Grüße, Felix
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Re: Nordkapp 2017

#32 Beitrag von ChristianS » 5. Februar 2017, 11:06

Gerade durchs Bilder-unserer-Heimat-Rätsel entdeckt:

Colorline

Kiel :arrow: Oslo

Abfahrt 14Uhr, Ankunft 10Uhr

Hinfahrt, 1 Person, Innenkabine, 1 Fahrzeug

334€



.....wäre ggf für "uns" Weitanreiser interessant, da man ausreichend Zeit zum Schlafen, Relaxen und Sightseeing hat.
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Nordkapp 2017

#33 Beitrag von Dieter_N » 19. Februar 2017, 17:45

Hallo Felix,

war im August 2012 am Nordkapp. Daher stammen meine Erfahrungen. Das kann bezüglich Übernachtungen in der Hauptsaison aber auch anders sein.

Wenn Du noch keine hast, besorge Dir PIN-Nummern zu Deinen Kreditkarten. Je weiter nördlich, um so häufiger wird an Tankstellen die PIN verlangt. Bezahlen mit Unterschrift wird dann nur unter Vorlage eines Ausweises akzeptiert.

Als Einzelperson günstig übernachten kannst Du in Hütten, Gäste- und Wandererheimen oder Jugendherbergen. Bei meinen sechs Übernachtungen in Gästeheimen und Jugendherbergen habe ich immer einen Raum für mich allein gehabt und dafür zwischen 48,- und 65,- € pro Nacht gezahlt. Im Mehrbettzimmer mit anderen musst Du mit 15,- bis 25,- € rechnen. Hütten fangen bei 45,- € an und können je nach Komfort auch deutlich teurer sein.In der Hauptsaison würde ich an den Hauptrouten zur Buchung am Vorabend raten.

Besonders gut gefallen haben mir die Jugendherbergen in Andalsnes und in Honningsvag.

Viel Spaß im hohen Norden!
Gruß
Dieter_N

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Re: Nordkapp 2017

#34 Beitrag von farbschema » 19. Februar 2017, 23:25

Dieter_N hat geschrieben:
19. Februar 2017, 17:45
...
Viel Spaß im hohen Norden!
Hallo Dieter,

danke für die guten Tips. :D
Übrigens schöne Tierfotos im Kontakt. Gefallt ma.
Grüße, Felix
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Re: Nordkapp 2017

#35 Beitrag von t.z.-oslo » 27. März 2017, 09:15

Ich würde mit der Fähre nach Stockholm, von da aus an der schwedischen Küste hoch. Geht am schnellsten. Vom Kapp aus dann über Tromsø und Senja nach Lofotoen. In Moskenes Fähre nach Bodø und die Küstenstrasse (Helgelandskysten) nehmen. Dauert aber ist bei richtigem wetter ein Traum. Von Trondheim aus die Fjorde "abarbeiten" und weiter an der Küste entlang. In Kristiansand auf die Fähre nach Dänemark und von dort aus heimwärts.

Übernachtung im Zelt, Hytte oder AirBnB. Nimm ne leichte Spinnrute mit dann hast du immer Dorsch.

Liebe Grüsse aus Oslo,

Thomas
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Re: Nordkapp 2017

#36 Beitrag von t.z.-oslo » 27. März 2017, 09:52

Hatte noch anzumerken - Innlandsvägen in Schweden sieht kürzer aus, dauer aber länger weil du nie über 50km/h im Schnitt kommst. Deshalb Westküste. Das wird "geballert". Komm so schnell wie es geht hoch - dann kann du dir beim runter fahren Zeit lassen. In der Finnmark und Troms kann man sich schon gerne mal 4 Wochen aufhalten. Plan also keinen Möder-ritt, sondern lass es auf die dich zukommen. Heimreise kannst du dann flexibler gestalten.

Hotels sind in Norwegen für a) reiche Touristen oder b) Geschäftsreisende. Der Normal-Touri geht campen (überall erlaubt) oder mietet sich eine Hytte. Etwas abseits der Haptwege stehen die Hytten oft offen und der Betreiber schaut abends vorbei und kassiert. Da brauchst du u.U. Bargeld, ansonsten alles mit Kredittkarte (unbedingt Geheimzahl besorgen). Geld kannst du beim Einkaufen an der Kasse ausbezahlen lassen (Jeg ville gjerne ha (kan du utbetale 200kr i cash). Geldautomaten findest man kaum.

Halte dich wenn möglich von allen Strassen fern die mit E anfangen. Viel Verkehr und auch Polizei. Die sind gnadenlos und diskutieren kannst du vergessen.

Motorradfahren ist neben Skilanglauf wirklich ein Volkssport. Es ist unglablich wie viele hier auf 2 Rädern unterwegs sind. Hier hast du eine Übersicht der Treffen. Sicherlich lustig da mal aufzuschlagen. Die Leute sind nett und zuvorkommend und helfen dir sicher auch gerne weiter - http://nmcu.org/english
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Re: Nordkapp 2017

#37 Beitrag von farbschema » 28. März 2017, 07:01

Hey danke Thomas!

Viele wirklich sehr gute Tips :-)
Camping passt für mich eh am Besten, Hütten finde ich auch super.
50er Schnitt auf der Landstraße finde ich OK zum Motorrad-Reisen.
Habe ich auch in Deutschland, wenn ich entspannt mit 100 km/h rolle und einige Dörfer auf
dem Weg sind, bei etwas Verkehr - das passt.

Aktueller Plan ist, mit einer alten GS von 1989 da hoch zu fahren. Insofern sind Kontakte und Adressen
bei Problemen sicher auch kein Fehler ;-)

Drücken wir die Daumen, dass alles klappt bis dahin mit Mopped, Urlaub und Gesundheit.
Grüße, Felix
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Re: Nordkapp 2017

#38 Beitrag von t.z.-oslo » 28. März 2017, 09:42

50 km/h Schnitt gelten für den Innlandsvägen der zudem landschaftlich und auch sonst recht langweilig ist. In Norwegen solltest du mit 40 km/h kalkulieren ... dazu die Fähren an der Küste. (Erfahrungswerte aus meinem Berufs- und Freizeitbereich)

Entspannt mit 100km/h rollen kostet dich hier ein fettes Bussgeld. 80 ist die Grenze.

Der Norweger ist eine begeisterter Alpenfahrer ... es gibt da einige Unternehmen die "uns" die "Bikes" per lastwagen nach München fahren. Ist rech billig (rund 300 euro retour von FJ Strauss aus - Flug nach Oslo kostet auch fast nichts) - red doch mal mit denen ob du deine Q mit auf dem Karren schmeissen kannst. http://4bikers.no/turer/alpene-tur-2017

Mit google translate kommst du recht weit und English reden die eh alle.
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Re: Nordkapp 2017

#39 Beitrag von farbschema » 28. März 2017, 21:00

Speedlimit ist einzuhalten, dass ist mir bewusst.
Motorrad ans Zielgebiet bringen ist meine Sache nicht.

Am Gardasee habe ich die ganzen Sammeltransporter gesehen und die geputzten Chopper, die frisch
ausgeladen waren.

Mein Rücken hat gebrannt von den 800 km Anreise, aber das gehört für mich auch mal dazu.
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Re: Nordkapp 2017

#40 Beitrag von t.z.-oslo » 30. März 2017, 12:08

farbschema hat geschrieben:
28. März 2017, 21:00
Speedlimit ist einzuhalten, dass ist mir bewusst.
Motorrad ans Zielgebiet bringen ist meine Sache nicht.

Am Gardasee habe ich die ganzen Sammeltransporter gesehen und die geputzten Chopper, die frisch
ausgeladen waren.

Mein Rücken hat gebrannt von den 800 km Anreise, aber das gehört für mich auch mal dazu.
Geht mir ähnlich,a ber man hat ja nicht immer alle Zeit der Welt.

Bezüglich Klima - man kann durchaus 30 grad im Norden haben. In 2014 war es so heiss, ausser um Mitternacht konnte man Tagsüber nicht mal mehr in den Seen angeln gehen. Die Fische standen ganz tief. In 2015 war es dann wieder anders herum ... so um die 2 Grad Nachts. Wichtig ist ein vernünftiger Schlafsack. Ich bevorzuge Daunen wegen des Packmasses. Mein -40 kst mir heilig. Den habe ich seit vielen Jahren und benutze den auch im Sommer, dann eben bloss als Decke.

Zelt und Schlafsack kauft man übrigens recht gut i Norwegen ein. Das Angebot und der Wettbewerb sind deutlich besser und die Verkäufer wissen wovon sie reden. Die Ladenkette "XXL" hat zudem eine 100%-ige Zufriedenheitsgarantie. Du kannst das also immer umtauschen ohne das jemand blød nachfragt.

Das Sommerklima ist im Norden allerdings stabiler. Komischerweise scheint das Nord-wetter dem "Süd"-wetter umgekehrt zu sein. Wenn es oben prima ist, regnet es an der südlichen Westküste. Der Norwegische Wetterdienst ist sehr gut - www.yr.no

Tips zum Thema Moskitos - http://www.sexyloops.com/index.php/ps/d ... ly-mozzies
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Re: Nordkapp 2017

#41 Beitrag von farbschema » 31. März 2017, 03:46

Wegen der Mücken / Fliegen habe ich Respekt.
Dies war in Australien ein echtes Thema. Netze um Kopf und Oberkörper
helfen da enorm. Mir kamen Leute mit Netzen beim Wandern entgegen, die wussten
warum. Bei mir hingen die Viecher überall, besonders gern in Mund und Augen ...

Warmer Schlafsack ist wichtig. Zu warm gibts ja eigentlich nicht, da man ihn aufmachen
und sich notfalls drauflegen kann. Umgekehrt ists heftig, wenn er zu dünn ist.

Wegen des Wetters habe ich mir auch noch eine mobile app fürs Smartphone / Tablet besorgt.
Das sind Radarbilder der Wolken / Regenfelder. So sieht man gut, wo die Wolken
hängen und kann ggf. die Route anpassen. Also etwa Richtung Norden an der Westküste Norwegens,
oder alternativ hoch über Schweden, runter umgekehrt (siehe Karte / Route oben) - und so weiter.

Angeln mache ich nicht, aber essen vom frischen Fisch klappt, wenns gegrillt ist ;-)
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Re: Nordkapp 2017

#42 Beitrag von lillesael » 30. April 2017, 14:47

Habe heute eine kleine Tour nach Dänemark gemacht. Zu meinem Tip nur noch zwei Bilder die mehr sagen mehr als tausend Worte. Einfach tolle Gegend.
20170430 Syddenmark 007.JPG
20170430 Syddenmark 008.JPG
Das komplette Album findet man hier:
https://goo.gl/photos/9ZTnY1FtsnHhB1rV7

Grüße
LilleSael
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Re: Nordkapp 2017

#43 Beitrag von farbschema » 1. Juli 2017, 10:50

Hallo Leute,

danke nochmal für die vielen Tips zum Nordkapp-Trip - bin gesund und mit vielen Erlebnissen und Bildern im Kopf daheim
angekommen.

Insgesamt war ich 19 Tage und etwa 9.000 km unterwegs. Knapp 450 Liter Sprit verbraucht, der Reifensatz Z8 hats durchgehalten.
Öl habe ich keins nachgefüllt, bei richtig warmen Motor ist der Ölstand jetzt bei 1/3 Schauglas, vorher voll - ohne Überfüllung des Öls.

Bei dem Wasser- / Sandgemisch auf der Straße ist das ABS schon nach 2.000 km (die meister Zeit über) ausgefallen. Der Tacho zeitweilig auch. Immer die ersten 2-4 km nach dem Start. Der Blinker stellt sich nicht aus, wenn das ABS streikt (Wegstreckenzähler...). Zudem hatte ich zeitweilig Schwierigkeiten, den Reiserechner beim Tanken rückzusetzen. Nach Zündung ein und Motorneustart waren die Werte wieder da. Erneutes Löschen ging dann, wenn der Motor danach weiter lief.

Mechanisch hat sich die R12R super bewährt. ESA mit 1Person & Gepäck auf Comfort gelassen. Motor, Getriebe, Fahrwerk genial. Bremse wie immer, ohne ABS ist sie etwas stumpfer, da keine automatische Bremskraftverteilung nach hinten mehr stattfindet. Daher merkt man auch ohne Kontrolllicht, wenn
man ABS-Probleme hat. Nach der Erfahrung würde ich keinesfalls eine BMW mit Bremskraftverstärker kaufen. Diese ganzen Kilometer mit extrem schwergängiger Bremse wären sehr anstrengend und gefährlich gewesen.

Die BMW-Koffer mit Innentaschen haben sich bewährt (links Klamotten, rechts Essen / Küche), hinten hatte ich eine große Rolle für Zelt und Co. drauf geschnallt. Vorne den BMW-Tankrucksack, der mich von der Halterung und Verarbeitung (sehr dünnes Material) nicht überzeugt. Einen kleinen Rucksack mit etwas Wasser und Regenzeug habe noch aufgezogen. Das ging recht gut, so habe ich den nicht im Gepäck unter gebracht.

Meine Entdeckung überhaupt waren günstige Lenkerstulpen von Louis, die ich für den Roller mal gekauft hatte. In Kombination mit Griffheizung bleiben
die Finger in den meister Fällen trocken und warm, auch bei normalen Tourenhandschuhen.

Gut bewährt hat sich mein Garmin 390, der Reiserechner mit Wegstreckenzähler gesamt und Zusatzzähler (bspw. Tank) hat zeitweise den Tacho & KM-Zähler ersetzt. Zudem warnt der Reiserechner, wenn der Tank sich langsam leert (nach KM & eingegebener Reserve). Bei der R12R (2014) hat BMW ja die Tankanzeige
weggelassen. Wenn dann noch in der Wildnis der Tacho / KM-Zähler ausfällt, nervt das schon. Ebenfalls gut am Garmin war die nachgerüstete Luftdruckanzeige über Ventilsensoren für vorn und hinten.

Für lange Strecken mit dem Garmin bewährt sich auch die konfigurierbare Anzeige: Kompass (Fahrtrichtung) und Tank-Kilometer habe ich mir immer
anzeigen lassen. Auf dem R12R-Tacho immer den Gesamtkilomterstand des Tages. Über die ganze Strecke gab es keine Probleme mit dem Navi.
Als einziges Werkzeug (außer dem minimalen Bordwerkzeug) hatte ich eine Spitzzange dabei. Gebraucht habe ich die, dann auch, um die Navihalterung
am Lenker nachzuziehen.

Die meister Zeit rollt man bei ca. 85 km/h, Vollgas und Ausdrehen ist selten. Nicht nur in den zahlreichen Bergen macht es wirklich Sinn (!!!), ein
extra Polster an Sicherheit einzuplanen. Natürlich kommen einem auch in Deutschland auf schmalen, einspurigen Straßen Oldheimer-Gespanne, Wohnmobile und dicke Baustellen-LKW entgegen. Ebenso Rentiere, schlafende Schafe und Kühe. Aber eben seltener ;-).

Erstaunt war ich, dass ich neben der Kreditkarte mit PIN auch mit der EC-Karte an den großen Tanken bezahlen konnte. In der Wildnis in Lappland hatte ich es allerdings nicht versucht.

Preise:

- Spritkosten je Liter ca. 1,40 - 1,70.- EUR - also nicht auffällig hoch
- Camping Zelt: ca. 18 - 22.- EUR
- Camping Holzhütte ca. 40 - 50 EUR je Hütte (Holzhütte ohne Wasser, i.d.R. für 1-2 Personen für den Preis, oft Herdplatte, kein Wasser oder Klo)
- Camping Cabin: ca. 40 - 60.- EUR je Person (bei 2 Leuten) - oft 2 Schlafzimmer, ein kleines Wohnzimmer mit Sofa, Küche, Klo und Dusche
- Essen: +50% tw. +70% teurer, normales Essen hat niedrigeren Standard als in DE. Tankstellen helfen mit gutem Kaffee, Pizza, Burgern und Kaffeestückchen aus. So kann man für 10- 15.- auch satt werden.

Günstigen frischen Fisch im Straßenimbiss habe ich nicht gefunden, dafür ein paar Kebabbuden.
Autobahngebühren gibts nicht für Motorräder, für PKW & Camper kommt auf den Strecken schon was zusammen.

Campingplätze unbedingt bis 20:00 Uhr anfahren, geht im Juni nach meiner Erfahren bei 1-2 Personen ohne Reservierung,
wenn man mit Motorrad und Zelt unterwegs ist. Camper und Leute, die eine Hytte brauchen: besser anrufen.

Fast alle nehmen Kreditkarten, viel verbreiteter als in DE. Ein älterer Herr am Campingplatz verlangte jedoch Norwegische Kronen in bar,
da muss man dann los zum Geldautomaten, egal wie viel Kilometer in den Knochen stecken. Norwegische Kronen braucht man
ansonsten fast nur für die Campingduschen, wenns keine Duschmünzen oder Karten gibt.

Das Wetter ist oft nasskalt, gerade mit Zelt eine Herausforderung. Gut ist, dass bei Regen oft zwei Stunden später die Sonne wieder lacht.
Den schlimmsten Regen hatte ich dann auch erst die 300 km kurz vor der Heimat / Ecke Frankfurt...

STRECKE - die Tour:

Hoch bin ich schnell über DK bis Hirtshals, dann Larvik. In dem 10.- EUR Buch Motorradstrecken Skandinavien - irgendwie so gibts GPS-Strecken zum Runterladen. Die bin ich von Larvik gefahren. Erst Nebel, dann riss die Wolkendecke auf - Sonne. Schöne Kurven, bergig am See entlang.

Allgemein dann hoch bis Trondheim - Regen, Dreck, ABS ausgefallen - rüber nach Schweden, höchster Wasserfall.
Dann bei gutem Wetter die Straßen hoch bis Finnland. OK, wenn man vorankommen will. Besser als der sehr langweilige Ruf.

Hoch über Finnland-Lappland, z.T. Pisten mit Erde / Schotter & Löchern. Bei Regen in den einsamen Gegenden nicht zu unterschätzen.
Schlafen im Wald OK, nicht von schnaubenden Rentieren nerven lassen...

Oben die Küstenstraße zum Nordkapp ist kalt und winterlich - Schnee am Rand, gefrorene Bergseen und so weiter.

Nordkapp ist ein riesen Parkplatz mit Unmengen Bussen und Campern. Ein großer Bau mit Souvenirshop lockt zusätzlich zu 30.- EUR Eintritt am Nordkapp weitere Euros aus der Tasche. Die Anfahrt hoch ist ok aber zieht sich arg. Windböen z.T. extrem. Auch Radler, Wanderer und ein Tretrollerfahrer (!) unterwegs.

Runter bin ich die Küste auf Seite von Norwegen mit Vesteralen, Lofoten, Parks und ein paar Highlights.

Für Stadtbesichtigungen hatte ich keine Muße mehr. Das passt vielleicht eher, wenn man ein zweites Mal nach N unterwegs ist und bspw.
die Südküste im Auge hat. Zudem ist es schwierig, als Alleinreisender ein Motorrad spontan unbeaufsichtigt stehen zu lassen. Das ist leichter mit dem Auto...
Grüße, Felix
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Re: Nordkapp 2017

#44 Beitrag von farbschema » 1. Juli 2017, 11:05

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Re: Nordkapp 2017

#45 Beitrag von emca » 1. Juli 2017, 11:17

War einmal am Nordkap, weil mich Landsendpunkte magisch anziehen. Aus der Nachschau betrachtet, ist es für MICH ein Ort, an den ich nicht hin musste und wenn schon, dann nicht mit dem Motorrad. Ich habe noch nie eine langweiligere Motorradtour gemacht, als die zum Nordkap und es war auch mit Abstand die teuerste. Hätte ich damals auf ein paar Insider gehört, ich wäre besser in Südnorwegen geblieben. Das was ich postiv in Erinnerung behalten habe, ich konnte mitreden, Ah, am Nordkap warst du also auch schon. :wink: Diese Wirkung wurde aber nur kurzfristig erzielt und nur bei denen, die noch nicht dort waren. Die schon dort waren, sagten unisono, so einen ...... würde ich mir nicht noch einmal antun. Der Nepp am Kap ist einem sicher, das Wetter eher nicht. :lol:

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Re: Nordkapp 2017

#46 Beitrag von farbschema » 1. Juli 2017, 11:33

Danke für Dein Feedback - da ich keiner bin dem es wichtig ist, etwas erzählen zu können war es mir wichtig, die Erfahrung zu machen.
Ich bin über Schweden recht schnell hoch gefahren und dann "in Ruhe" über die norwegische Seite zurück.
Es hat alles so gepasst wie ich es mir vorgestellt hatte. Selbst die Kilometer in Schweden auf den breit geschwungenen Landstraßen an den Seen vorbei haben in der Sonne Spass gemacht, so dass ich bis spät Abends gefahren bin.

Richtig schön wurde es nach dem Nordkapp, als ich über Alta nach Tromsö und da die Straße an die Küste runter bin.
Vorn Tromsö die Vesteralen und Lofoten, dann Trollstigen, Geiranger, Küste südlich von Bergen.

Gut, dass ich vorher auf die Leute gehört habe und nicht nur stur Kilometer geklopft habe. Das kann man sich wirklich sparen.
Tatsächlich fand ich jeden Tag für mich mindestens ok und habe nichts davon bereut. Die Gesamtkosten, inklusive anteiliger Motorradkosten und speziell gekaufter Ausrüstung waren jedoch tatsächlich enorm.

Die Typen, die da aus Status hochfahren, meist 50+, etwas kräftiger, mit neuer GS und neuer Textilkombi erkennt man auch an
den Kammeras am Helm. Treten meist in größeren Gruppen auf. Mit 70 lassen sie sich dann zum Everest hochtragen. Muss ich nicht.

Werde noch mal ein paar Bilder posten.
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Re: Nordkapp 2017

#47 Beitrag von bmw peter » 1. Juli 2017, 12:36

farbschema hat geschrieben:
1. Juli 2017, 11:33
Die Gesamtkosten, inklusive anteiliger Motorradkosten und speziell gekaufter Ausrüstung waren jedoch tatsächlich enorm.
Ich hätte gern gewusst, wie hoch ?

Ich war auch schon am Nordkapp, mit dem Dampfer, da war so ein bescheidenes Wetter das ich mir den Ausflug erspart habe.
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Re: Nordkapp 2017

#48 Beitrag von emca » 1. Juli 2017, 12:38

Ich wollte deine Tour nicht madig machen und dir auch nichts unterstellen, welches Interesse sollte ich daran haben?

Es waren MEINE Eindrücke, nicht mehr und nicht weniger. Mit deinem letzten Absatz bestätigst du mein Empfinden. Und meine Einlassung auf den Stolz, sollte humoristisch oder ironisch sein, hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen. :lol:

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Re: Nordkapp 2017

#49 Beitrag von farbschema » 1. Juli 2017, 13:15

Hier noch ein paar Bilder...
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Re: Nordkapp 2017

#50 Beitrag von farbschema » 1. Juli 2017, 13:16

Noch ein paar Bilder ...
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