Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

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Larsi
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#51 Beitrag von Larsi » 11. August 2015, 08:24

Larsi und wie er die Welt sieht ...

Heute: Die Hinterradbremse

Vor etlichen Jahren las ich unter anderem den Bernt Spiegel um mir Tipps und Ideen zum besseren fahren zu holen.
Ich habe für mich allerdings nicht alles konsequent umgesetzt was ich gelesen habe, sondern versucht meinen Weg zu finden.

Im Bezug auf die Hinterradbremse heisst das, ich setze sie immer dann ein wenn sie mir einen spürbaren Vorteil bietet.
Dabei ist natürlich wichtig, welche Technik im Mopped verbaut ist.
Was mit ABS toll funktioniert, kann ohne ABS sich negativ sein.
Und: Was für ein Mopped habe ich?
Alles es vorne eine miese Bremse hat oder einen langen schweren A.rsch oder beides, bedarf einen kräftigen Tritts auf die hintere Bremse.
Moppeds, die einen Stoppie hinlegen können, kann man gut nur vorne bremsen.

Auch wichtig:
Habe ich ein stabiles Fahrwerk oder eine Labberkiste aus den 70ern ....

Also wann bremse ICH hinten?

Ja Mist, jetzt habe ich schon ein paar Passagen getippt und verworfen, weil mir das Thema zu vielschichtig ist für pauschale Aussagen. Und zu sehr abhängig vom Mopped, vom ABS, vom Wetter, vom ...

Daher ein Beispiel aus vielen Möglichkeiten:
Mopped: R1150GS mit ABS2, nix integral

Geradeaus trocken: nur vorne, im Zweifel lupft das Hinterrad, mehr geht nicht
Geradeaus nass: vorne und hinten
in Kurve weil zu etwas flott: hinten sachte bremsen (weil so das mopped nicht aufrichtet sondern die linie hält)
in Kurve wegen Hindernis: vorne und hinten dosiert (ich traue dem ABS2 in Schräglage nur bedingt)
in Kehren bergab: vor der Kehre vorne bremsen, dann Einlenken und minimal Gas anlegen, hinten dosiert bremsen in der ersten Hälfte der Kehre, dann Bremse los und Gas auf (Vorteil: kein Lastwechsel in Schräglage, Hinterradbremse hilft beim Einlenken)
in Kehren bergauf: vor der kehre vorne bremsen oder nur Gas zu, beim Einlenken Gas anlegen und auf Zug ums Eck, falls nötig hinten etwas bremsen, da ich im ersten Gang rechts in Schräglage keinen Lastwechsel haben will

Bei anderen Moppeds sieht das möglicherweise/vielleicht/wahrscheinlich anders aus.
Gruß Lars

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3rad
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#52 Beitrag von 3rad » 11. August 2015, 08:34

Jürgen VAI hat geschrieben:Was ihr so alles theoretisch wisst :roll: .
Ich fahr einfach und weiß gar nicht, wie ich's mach :lol:
ist bei mir genauso
immer wenn mich mal einer was zum Mopedfahren fragt stehe ich da zucke mit den Schulter und sage kann ich dir nicht erklären
mfg Peter

Warum alles mit Worten erklären, wenn ein Mittelfinger manchmal reicht

19.04.11 / K1600GTL / KM Stand 197.500
seit KM 166.380 mit einen neuen alten Motor der 23.700km runter hat

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Larsi
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#53 Beitrag von Larsi » 11. August 2015, 08:55

"einfach machen" ist mMn um so einfacher, je jünger man etwas beginnt.

es gibt auch unterschiedliche gründe, sich mit der theorie beim fahren überhaupt auseinander zu setzen.
mancher brauchts, um überhaupt einen zugang zum thema zu bekommen, ein anderer, weil er in seinem willen zur verbesserung an grenzen stößt, der dritte vielleicht überhaupt nicht.

ich habe angefangen, mich damit zu beschäftigen, als ich begann rennstrecke zu fahren. also vor 11 jahren.
als kind und jugendlicher fuhr ich 8 jahre kiesgrube und danach 18 jahre straße und leichtes gelände ausschließlich nach intuition.
Gruß Lars

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Frank@S
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#54 Beitrag von Frank@S » 11. August 2015, 09:08

Larsi hat geschrieben: Daher ein Beispiel aus vielen Möglichkeiten:
Mopped: R1150GS mit ABS2, nix integral
Geradeaus trocken: nur vorne, im Zweifel lupft das Hinterrad, mehr geht nicht
Ähhhh.... nö;

denn in den ersten Metern der Bremsung hast Du wertvolle Meter verschenkt;
nämlich genau die, indenen der HR noch Bremswirkung übertragen könnte,
bevor er sich (durch die dyn. Radlastverteilung) lupft.

Wenn Dir dann der, lass es nur einen Meter sein, am querstehenden Laster fehlt ......

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Larsi
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#55 Beitrag von Larsi » 11. August 2015, 09:34

ich schrieb nix von gefahrenbremsung ...
bremst du jedes mal so als stünde ein lkw vor dir quer?

wenn ich normal auf eine kurve zu bremse, dann fehlen mir keine meter.
und wenn dann doch etwas dazwischen kommt, hat sich meine radlast schon verteilt und liegt vorne.


und wie schon angedeutet:
man kann nicht in jeder situation mit derselben strategie reagieren.
Gruß Lars

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farbschema
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#56 Beitrag von farbschema » 14. August 2015, 07:05

Larsi hat geschrieben:
... ich schrieb nix von gefahrenbremsung ...
Doch. :wink: - so jedenfalls lese ich "mehr geht nicht ..."

Aber das ist Haarspalterei, der Ansatz ist gut - über das eigene
Bremsen mal nachzudenken und ggf. den Vorgang optimieren.
Grüße, Felix
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Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

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Franz1954

Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#57 Beitrag von Franz1954 » 14. August 2015, 16:39

Larsi hat geschrieben:"einfach machen" ist mMn um so einfacher, je jünger man etwas beginnt.
Auf jeden Fall ist das extrem hilfreich. Ich glaube zum absoluten "beherrschen" des Mopeds muss man da angefangen haben, wo man noch keine Scheue kennt. Man probiert alles aus mit dem Grundsatz wird schon gut gehen. Wenn man das alles überlebt hat, hat man es eben drauf.

yadappes
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#58 Beitrag von yadappes » 14. August 2015, 18:22

Franz1954 hat geschrieben:Wenn man das alles überlebt hat, hat man es eben drauf.
Frei nach Darwin :wink:

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#59 Beitrag von Alt-Boxer » 15. August 2015, 12:10

farbschema hat geschrieben:.. der Ansatz ist gut - über das eigene
Bremsen mal nachzudenken und ggf. den Vorgang optimieren.
Wissen als Ausgangspunkt des Optimierungsprozesses ist effektiver:
"Schutzreaktionen (SR) sind instinktgesteuert, um uns vor Verletzungen zu bewahren, bewirken aber oft das Gegenteil. Es gibt sieben klassische SR, die ein Fahrer kennen sollte." (Keith Code, A Twist of the Wrist II - Die Grundlagen des schnellen Motorradfahrens).

Gruß

Altboxer
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JoeOdw
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#60 Beitrag von JoeOdw » 17. August 2015, 21:09

Alt-Boxer hat geschrieben:Wissen als Ausgangspunkt des Optimierungsprozesses ist effektiver: "Schutzreaktionen (SR) sind instinktgesteuert, um uns vor Verletzungen zu bewahren, bewirken aber oft das Gegenteil. Es gibt sieben klassische SR, die ein Fahrer kennen sollte." (Keith Code, A Twist of the Wrist II - Die Grundlagen des schnellen Motorradfahrens). Gruß Altboxer
Hi

wen es interessiert, habe das mal gegoogelt und folgendes gefunden:
... Keith’s SRs
1. rolling off the gas
2. Tightening on the bars
3. Narrowed and frantically hunting field of view
4. fixed attention (on something)
5. Steering in the direction of the fixed attention
6. No steering (frozen) or ineffective (not quick enough or too early) steering
7. Braking errors (both over-and under-braking)
...
Quelle: http://www.beginnerbikers.org/showthrea ... -Reactions

Gruss Josef

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kandlerg
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#61 Beitrag von kandlerg » 19. Juli 2017, 22:23

Hallo Interessensgemeinde!

Tja, ein interessantes Thema. Bremsen in Kurven an sich,
ist, soweit ich gehört habe, ein Mittel in der äußersten Notsituation
und das aber nur mit der Hinterradbremse.
Ich selbst hatte Gott sei Dank noch nicht das Vergnügen.
Meiner Meinung nach kann man Thema Bremsen in der Kurve mit der Hinterradbremse
nicht verallgemeinern und als Standardhilfsmittel ansehen.
Wenn jemand glaubt, dass ihm das hilft und er gut damit zurechtkommt,
dann ist dagegen auch nichts einzuwenden.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Kandler
Steyrergasse 106
A 8010 Graz
e-Mail: gerhard,kandler@chello.at

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Larsi
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#62 Beitrag von Larsi » 19. Juli 2017, 22:31

kandlerg hat geschrieben:
19. Juli 2017, 22:23
Hallo Interessensgemeinde!

Tja, ein interessantes Thema. Bremsen in Kurven an sich,
ist, soweit ich gehört habe, ein Mittel in der äußersten Notsituation
und das aber nur mit der Hinterradbremse.
...
Nein, auch mit der Vorderradbremse kann man in Kurven kräftig bremsen, besonders in Notsituationen.
Nur hinten zu bremsen kann in der Not zu wenig sein!!

Wichtig ist allerdings, das Procedere vorher ohne Not zu üben, damit man es in der Not auch abrufen kann.
Alles was man vor der Notsituation nicht beherrscht, wird man bei Bedarf nicht parat haben.
Gruß Lars

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Mangfalltaler
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#63 Beitrag von Mangfalltaler » 20. Juli 2017, 03:26

.... und mit ABS-Pro (Kurven-ABS) ist es sogar sehr hilfreich, beide Bremsen einzusetzen, falls mal die Straße ausgehen sollte, etc.

Grüße,
Ralf

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ChristianS
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#64 Beitrag von ChristianS » 20. Juli 2017, 09:31

Mit Hinterradbremse bremsen kann auch schief gehn - im wahrsten Sinne. Vor allem wenn kein ABS an Bord ist.

(Zeitlupe ab 1.06 Minuten)




Besonders hinterhältig und gemein sind Kurven, die sich als Gerade getarnt haben. Wer da bremst, hat keine Chance.
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Gollum
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#65 Beitrag von Gollum » 20. Juli 2017, 21:27

Und ich sach noch, wer richtig bremsen kann, braucht auch kein ABS! :wink:
Gruß Südie Uwe :wink:
R1100S, was gutes gibt man nicht her, ond älles onder 1100 Kubikzentimeter isch a Moppedle!
Bevor die Dummheit der Menschen endet, finde ich vielleicht das Ende des Universums!

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#66 Beitrag von G-B » 22. Juli 2017, 11:59

Komisch, immer wieder lese ich Warnungen wegen bremsen in Kurven und ach so schlimm.
Andererseits haben die meisten noch nicht einmal beim Bremsen ihr ABS gespürt weil eh zu schlapp gebremst wird.

Was nun? Alles Grobmotoriker oder Sensibelchen?

Wegen dem Bremsen hinten.
Warum glaubt ihr wird mittlerweile sehr oft ein sogenanntes Teilintegrales Bremssystem eingebaut?
Damit beim Bremsen in der Kurve die Fuhre besser stabilisiert wird. (Viel weniger Aufstellneigung vorhanden)

Das Bremsen nur hinten in der Kurve wird ja bei sehr engen und damit langsamen Kurven praktiziert.
Und nicht zum eigentlichen Bremsen genutzt.
Wer sich schon mal bei starker Schräglage wegen dem Lastwechsel im kleinen Gang flachgelegt hat und diesen Schlag nun mit hinteren Bremse entschärft, weiß warum er das macht.
Die Landschaftsgenieser und Kurvenparker verstehen diese Notwendigkeit natürlich nicht.
Haben aber im Ernstfall auch nicht das nötige Training um wirklich in Kurven passend zu reagieren.

Jeder so wie er sich wohlfühlt. Wer nichts optimieren will fährt eben weiter wie bisher.
Viele Grüße

Gerhard


Eine Kurve ist erst dann eine Kurve, wenn ich nicht so schnell fahren kann, wie ich darf!!

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hoppix
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#67 Beitrag von hoppix » 22. Juli 2017, 21:55

Also wenn mich mal der Hafer gestochen hat und es muss mal zügig um die Ecken gehen, halte ich das in Kurven so, dass ich versuche, immer die Kette (im übertragenen Sinne ;-) ) mind. leicht stramm zu halten.
Im Idealfall bremse ich dann die Kurve erst mal vorne und hinten an. Während dem reinlegen löse ich die vordere Bremse und verzögere bis ca. zum ersten Kurvendrittel noch leicht mit der hinteren Bremse. Ab dann Fussbremse lösen und wieder behutsam und bis zum Kurvenausgang immer heftiger Gas geben. Den Übergang von Fussbremse und Gas lasse ich gerne leicht überlappen, damit die Fuhre durch den Lastwechsel nicht unruhig wird.
Auf diese Weise läuft das Hinterrad nie neutral durch die Kurve und zieht die ganze Fuhre besser rum, statt gerade aus.
Ein zweiter Vorteil ist, dass wenn mal was rutscht, eigentlich immer zuerst das Hinterrad rutscht und da hat man noch eine Chance, beim Vorderrad weniger.

Das variiert natürlich auch alles noch je nach Kurvenradius, Geschwindigkeit, Straßenbelag und nicht zuletzt auch Tagesform, aber vom Prinip her immer so.
wolfgang hat geschrieben:
10. August 2015, 10:13
...ein Reifen in der Kurve muß die Leistung und die Schräglage übertragen. Wenn nun noch die Bremse kommt sind es 3 Dinge und er kann überfordert sein.
Wir reden doch erstmal nur von Hinterrad, oder? Wenn ich also Fussbremse und Gas gleichzeitig betätige, muss doch das Hinterrad neben der Seitenkraft nur noch die Summe aus pos. und neg. Beschleunigung übertragen. Wenn ich also z.B. mit 20kw Bremse und mit 30kw Gas gebe, sind auf dem Reifen (-20 +30 = +10) ja nur noch 10kW pos. Kraft zu übertragen. Da addiert sich nix.
Frank@S hat geschrieben:
10. August 2015, 11:51
das doofe ist nur, Du merkst erst dann, dass Du den Kammschen Kreis verlassen hast, wenn Du auf der Nase liegst ;-) ...
Naja, jeder kleine Hinterradrutscher ist ja auch schon ein verlassen des Kammschen Kreises, da liegt man noch nicht gleich auf der Nase. Aber gesünder und angenehmer ist es schon innerhalb des Kreises.
mfg markus
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#68 Beitrag von teileklaus » 22. Juli 2017, 22:03

ich habe festgestellt dass die R so wie so zuerst hinten mitbremst.
Die hintere Bremse ist bei mir schnell überlastet , wenn ich in jeder Alpenkurve hinten mitbremse.
Sonst nur Vorne und gut, nur in ganz engen Kurven Bergab hinten dazugebremst bringt mir Stabilität.

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#69 Beitrag von teileklaus » 22. Juli 2017, 22:14

G-B hat geschrieben:
22. Juli 2017, 11:59

Wer sich schon mal bei starker Schräglage wegen dem Lastwechsel im kleinen Gang flachgelegt hat und diesen Schlag nun mit hinteren Bremse entschärft, weiß warum er das macht.
Da wäre mir die Frage, warum nicht im 2ten gefahren wurde, wo die Lastwechsel geringer ausfallen. Zudem sind eben bei BMW Kardan die Spiele unnötig sehr groß, das Rad dreht sich 7 cm frei um wieder auf Zug zu kommen. Klauenschaltung und sonstige Spiele addieren sich.
Den groben Lastwechsel hab ich bei meiner mit dem Einbau eines mini Industriedämpfers in den Gaszugverteiler gemildert, der einstellbar beim Zumachen des Gasgrigffes die Klappen erst mal bei wenig Gas im Verteiler aber ohne Griffbedienung offenhalten und dann ölgedämpft sanft auf den Anschlag gehen lassen. Durch weiter Vorspannen dauert das Zurückgehen länger , durch weniger Vorspannung ist der wirksame Kolbenweg am Dämpfer kürzer und der Dämpungszeitraum kürzer.
Kosten ca 150.-

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#70 Beitrag von Hoger » 26. Juli 2017, 19:16

Hmm, ich finde das alles ein wenig bemerkenswert.
Ich könnte gar nicht beschreiben wie ich in eine Kurve hineinbremse, bzw. in der Kurve weiter bremse, weil das sind meiner Meinung nach alles Momententscheidungen. E kommt auf einer der beinahe unzähligen Situationen an wie ich in der Kurve bremse.
Wichtig ist das man weiß in einer Kurve bremsen zu können!

Seit diversen Fahrsicherheitstrainings weiß ich das Bremsen für gar nicht so wenige Motorradfahrer ein echtes Problem ist, selbst wenn diese bereits seit 40 Jahre fahren...
Wir haben einen Bekannten beim ADAC, dementsprechend machen wir jedes Jahr diverse Trainings mit, macht auch echt Spaß und man lernt immer dazu.
Aber beim Thema Bremsen...unglaublich was man da immer wieder sieht. Die haben Angst man könnte runter fallen, mega langsam anfangen zu bremsen, erst gar keinen Bremsdruck aufbauen, und schlicht und ergreifend erst gar nicht bremsen....irgendwann wird halt mal gebremst.
Ich denke das erklärt hier auch die vielen verschiedenen Möglichkeiten. Bestes Beispiel ist die Idee in der Kurve nur mit hinten zu bremsen. Ich find das bereits recht heftig. Das soll keine Anklage sein, ich finde das zeigt aber wie groß die Unterschiede sind.

Ich bremse in der Kurve soviel wie es sein muss, im Idealfall nur in die Kurve hinein (mit beiden Bremsen), mit Gas je nach Länge der Kurve den Kurvenverlauf stabilisieren um am Scheitelpunkt mit Stoff hinaus zu bescheunigen. Ich nutze bei der Hatz niemals die Hinterradbremse in der Kurve zum stabilisieren, höchstens das Gas und dazu die Kurvenäußere Fußraste belasten.
Aufgrund von Stalking habe ich die PN Funktion abgeschaltet

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#71 Beitrag von Soccerkojak » 26. Juli 2017, 21:01

Holger, gemeint sind ganz langsame Kurven und vor allem kehren. Da stabilisiert die hinterbremse sehr wohl. Wird dir auch dein Kumpel bestätigen.

Gruß.

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#72 Beitrag von ChristianS » 26. Juli 2017, 21:49

Slalomfahren in Schrittgeschwindigkeit klappt mit Hinterradbremse besser als ohne. Es wird also tatsächlich etwas stabilisiert.
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#73 Beitrag von woju » 27. Juli 2017, 08:04

.... lernt man in jeden Sicherheitstraining beim Kurvenfahren auf engstem Raum... :D :D
Das Fahrzeug wird quasi "länger", im Gegensatz zum Bremsen vorne: das "verkürzt" das Fahrzeug... :D :D
....und immer genug Grip am Reifen !!
Gruß von Wolfgang aus Highvillage!
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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#74 Beitrag von ChristianS » 27. Juli 2017, 10:47

Genau. Trotzdem komm ich nicht auf die Idee, im normalen Landstraßentempo mit der Hinterradbremse zu spielen. Wenn ich bremsen will, will ich auch verzögern.
Nein ich bin kein Klugscheißer,
ich weiß es wirkkich besser!

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Re: Hinterradbremse in Kehren zum Stabilisieren einsetzen?

#75 Beitrag von Soccerkojak » 27. Juli 2017, 11:34

In normalem landstrassentempo fährst du auch keine kehren 😁

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