Neue Reifen -technische Fragen

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JojoJogger
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Neue Reifen -technische Fragen

#1 Beitrag von JojoJogger » 16. Mai 2018, 18:43

Ich habe mir heute neue Reifen bei einem Online-Versender gekauft und eine Mail u.a. mit folgendem Inhalt bekommen. Dazu habe ich einige Verständnisfragen:

Neue Reifen müssen sorgsam eingefahren werden! Produktionsbedingt haben
Neureifen eine rutschige Oberfläche und die volle Reifenhaftung ist noch
nicht gewährleistet. Während der Einfahrzeit von rund 100 KM ist
deshalb die Schräglage in Kurven langsam zu steigern. Vermeiden Sie
während der ersten 100 km scharfes Beschleunigen und starkes Bremsen,
vor allem in Schräglage.

=> Kenne ich, verstehe ich auch. Aber ich frage mich schon warum neue Reifen auch heute noch diese rutschige Oberfläche haben müssen. Sollte es nicht eine Kleinigkeit sein, die Oberfläche ein klein wenig anzurauen und diesen Schierfilm zu entfernen ? Ist das eine reine Kostenfrage ?

Um die Leistung des Reifens dauerhaft zu
erhöhen sollten Sie die neuen Reifen am Anfang einmal auf
Betriebstemperatur bringen und dann abkühlen lassen. Die Gefügestruktur
des Reifengummis erhält so ihre endgültige Form.

=> Kenne ich nicht, verstehe ich auch nicht, habe ich auch noch nie gemacht. Was soll das und vor Allem wie sollte ich so etwas tun? Wie erkenne ich, dass der Reifen seine Betriebstemperatur hat und soll das genau einmal gemacht werden? Welchen physikalischen Hintergrund soll das haben? Die Reifen sollen also Ihr endgültige Gefügestruktur erhalten!? Fragen über Fragen.

Vermeiden Sie während
der ersten 100 km bei starken Motorrädern (über 100 kW / 136 PS) Fahrten
mit sehr hoher Geschwindigkeit. Nichtbeachtung kann im Extremfall zu
Laufflächenablösung (Profilausrissen) führen.

=> Auch das kenne ich, verstehe ich aber physikalisch auch nicht. Was passiert auf den ersten 100 km in so einem Reifen?

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Pendeline
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#2 Beitrag von Pendeline » 16. Mai 2018, 19:12

In den ersten hundert Kilometer fährst du das Entformungsmittel der Reifenvulkanisierungsform runter.

Gruß von Pendeline

aimypost
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#3 Beitrag von aimypost » 16. Mai 2018, 19:20

..und dann musst Du Dich eben nach hinten und unten beugen und einmal den Daumen richtig auf den Reifen drücken.
Dann kannst Du prüfen, ob der Reifen einmal druchgehitzt ist.
Oder falls Du physiologisch zu sowas nicht fähig bist, kann sich ersatzweise auch eine Sozius oder eine Sozia umgekehrt zur Fahrtrichtung auf den hinteren Sitz setzen und die Reifentemperatur mit einer Laser-Temperaturpistole messen.
Das mit dem Daumen oder irgendeinem Finger könnte während der Fahrt zu Verletzungen führen.
Gibt es evtl. entsprechende Warnhinweise in dem Schreiben?
greetings
aimypost

JojoJogger
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#4 Beitrag von JojoJogger » 16. Mai 2018, 19:38

Pendeline hat geschrieben:
16. Mai 2018, 19:12
In den ersten hundert Kilometer fährst du das Entformungsmittel der Reifenvulkanisierungsform runter.

Gruß von Pendeline
O.K. aber die Frage ist warum der Reifenhersteller dieses Mittel nicht vor dem Verkauf entfernt. Das ist für mich u.a. auch eine Sicherheitsfrage. In meiner Anfangszeit vor fast 30 Jahren bin ich aus Unkenntnis einmal mit nagelneuen Reifen in der ersten schnelleren Kurve weggerutscht. Ich fand das sehr unnötig :-)

JojoJogger
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#5 Beitrag von JojoJogger » 16. Mai 2018, 19:42

aimypost hat geschrieben:
16. Mai 2018, 19:20
..und dann musst Du Dich eben nach hinten und unten beugen und einmal den Daumen richtig auf den Reifen drücken.
Dann kannst Du prüfen, ob der Reifen einmal druchgehitzt ist.
Oder falls Du physiologisch zu sowas nicht fähig bist, kann sich ersatzweise auch eine Sozius oder eine Sozia umgekehrt zur Fahrtrichtung auf den hinteren Sitz setzen und die Reifentemperatur mit einer Laser-Temperaturpistole messen.
Das mit dem Daumen oder irgendeinem Finger könnte während der Fahrt zu Verletzungen führen.
Gibt es evtl. entsprechende Warnhinweise in dem Schreiben?
Einen Daumen habe ich, aber leider keine Lasertemperaturpistole. Ich verstehe Dich richtig, dass ein neuer Reifen einmal richtig durchgeheizt werden muss. Ich vermute aber, es ist egal wann ich das mache, das muss nicht direkt am Anfang passieren, oder? Also fahre ich erst einmal wie ich möchte, irgendwann erreicht der Reifen dann (zufällig) seine Betriebstemperatur und alles ist für die Zukunft gut. Oder kann ich beim Einfahren etwas falsch machen ?

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Pendeline
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#6 Beitrag von Pendeline » 16. Mai 2018, 19:51


JojoJogger hat geschrieben:O.K. aber die Frage ist warum der Reifenhersteller dieses Mittel nicht vor dem Verkauf entfernt.
Tja, dann wäre der Reifen gebraucht.

Ich bin überzeugt, man kann mit einem Neureifen angemessen umgehen. Du schaffst das.

Gruß von Pendeline

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#7 Beitrag von aimypost » 17. Mai 2018, 05:13

Klar kannst du es falsch machen: Silica ist hitzeempfindlich.
Wenn du hier nicht laufend die Temperatur prüftst, ist der Reifen ganz schnell bei zu viel Temperatur kaputt und haftet nicht mehr bei Nässe.
Also: Wochen Reifen fährst du jetzt?

Ach was, vergiss alles, kauf' einen Conti und nix ist mehr mit Trennmittel und Silica. Und von Temperaturmessung bist du auch entlastet. *LOL*
greetings
aimypost

Timm
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#8 Beitrag von Timm » 13. Juni 2018, 16:33

Ja Conti hat da seine Vorteile

rqqtprt
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#9 Beitrag von rqqtprt » 20. Juni 2018, 20:53

Ich verstehe das so, dass es nicht von der Reifenmarke anhängt, sondern dass der Online-Händler diesen Text an jeden seiner Motorradreifenkunden sendet.

Ich würde an deiner Stelle den Händler wechseln.
(Bei Bedarf kann ich dir meinen nennen; ich bekam noch nie solche verunsichernden Mails zugesandt. Immer nur die Rechnung. :wink: )

Gruss Frankie

teileklaus
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#10 Beitrag von teileklaus » 21. Juni 2018, 08:00

einfach vorsichtig wenn er neu ist und es regnen sollte ansonsten keinen Kopf machen fahren.
Warum sollte man einen Reifenhändler deswegen wechseln?
Conti hat keine Schmiere mehr drauf.
Bridgestone viel.
Die Schmiere muss erst abgefahren werden, deswegen trägt die Lauffläche nicht so ganz vollflächig und kann kann sich ggf dort wo die abgefahren ist mehr erhitzen, von Laufflächenablösung keine Spur glaubhaft, für mich.
Einfach vorsichtiger sein bei tiefen Schräglagen und sanfter ans Gas..?

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#11 Beitrag von teileklaus » 21. Juni 2018, 08:02

Reifen davon saubermachen kostet Zeit und Geld, zudem fährt der Kunde mimimi das kostenlos ab.
Also Fahren.

Wolfgang66
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#12 Beitrag von Wolfgang66 » 21. Juni 2018, 11:43

Also ich verstehe diese ganzen Debatten nicht.
Ich habe jetzt letzte Woche Brückensteiner S20 Evo bekommen. Keine Schicht und nichts. 50km vorsichtig und warm gefahren und dann waren sie aber auch schon auf Kante.
Entweder man ist Motorradfahrer und alt genug und ich sehe meinem Reifen an, was er noch braucht und was geht, oder kauft euch ein Quad oder diese 3-rädrige Yamaha.
Und für genau solche unmündigen Motorradfahrer werden dann die Sicherheitsschreiben verfasst.
Produkthaftung, Händlerhaftung usw..... Schon fast wie in Amerika sind wir. (Katze nicht in der Microwelle trocknen).
Wie seid/wärt ihr denn vor 30-40 Jahren Motorrad gefahren? Schlechte Reifen und noch beschisserne Fahrwerke.

So, das musste jetzt sein. Nichts für ungut.

Wolfgang66

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emca
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#13 Beitrag von emca » 21. Juni 2018, 13:09

Auch nichts für Ungut, in USA steht auf der Mikrowelle, keine Tiere einfüllen u.a. Schwachsinn. Deshalb schreiben sie auch für Reifen diese Einfahrregel, damit sie nicht belangt werden, falls irgend ein Dödel sich mit frischen Reifen packt.

Du bist übrigens nicht der erste, der einen neuen Reifen aufgezogen hat. Frag doch einmal hier nach, wer so dämlich war und sich wegen des Trennmittels auf den Pinsel gelegt hat. Es wird sich keiner melden, aber nicht weil er sich schämt. :wink:

Fahre mit dem Reifen ganz normal über eine Landstraße mit ein paar Kurven und gut ist es . Da genügen 10 km und alles ist im Lot, danach kannst du fahren wie mit dem alten Reifen auch. Macht doch nicht immer so ein Geschiss mit eurer Ängstlichkeit. :evil:
Eine Lösung hatte ich, sie passte leider nicht zum Problem.

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#14 Beitrag von teileklaus » 21. Juni 2018, 15:26

ich bekenne mich schuldig, habe mich mal mit einem neuen Brigdgestone der aber wirklich viel Babbzeugs draufhatte mal auf den Zylinder gedreht. 6 Wochen malat, wegen Spagat und das Knie böse verdreht beim abfangen wollen..

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#15 Beitrag von emca » 21. Juni 2018, 15:46

Wirklich auf den ersten Kilometern, bzw. in den ersten Minuten und wie viele Jahre liegt das zurück? Welchen Fehler hast gemacht?
Eine Lösung hatte ich, sie passte leider nicht zum Problem.

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#16 Beitrag von Michael (GF) » 21. Juni 2018, 15:49

Das Thema "Trennmittel" ist ein Märchen!

Wenn der Reifen aus der Lochung (vulkanisierungsprozess) kommt ist er einfach etwas "glatter" und rauht sich dann nach den ersten Km einfach auf dem Asphalt auf.

Kann natürlich jeder behaupten, aber ich gebe die Info mal weiter, die ich anlässlich eines Reifenseminars bei Metzeler in Breuberg erhalten habe.
Rollst Du noch oder Fährst Du schon?

Schöne Grüße aus der Region zwischen Harz und Heide.
Michael

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ChristianS
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#17 Beitrag von ChristianS » 21. Juni 2018, 16:13

Na toll. Schönen Dank auch. Gerade hatte es noch den Anschein, lustig zu werden. Dann muss wieder einer mit Wissen glänzen und die ganze Stimmung versauen.... :twisted: :lol:
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#18 Beitrag von Larsi » 21. Juni 2018, 16:41


Michael (GF) hat geschrieben:Das Thema "Trennmittel" ist ein Märchen!

Wenn der Reifen aus der Lochung (vulkanisierungsprozess) kommt ist er einfach etwas "glatter" und rauht sich dann nach den ersten Km einfach auf dem Asphalt auf.
...
Ob nun Trennmittel oder nur etwas glatter ...
Wenn man den Grip eines flammneuen Reifens überschätzt, liegt man fix mal auf der Nase.

Ich wohne in der Nähe eines rau gepflasterten Wendehammers. Da fahre ich mit einem neuen Reifen ein paar mal im Kreis bis er rau aussieht und dann geht's ganz normal raus auf die kurvige Landstraße. Nach den ersten zehn Kilometern ist der neue Reifen dann vergessen.


Gruß Lars

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emca
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#19 Beitrag von emca » 21. Juni 2018, 17:45

Larsi hat geschrieben:
21. Juni 2018, 16:41
Ich wohne in der Nähe eines rau gepflasterten Wendehammers. Da fahre ich mit einem neuen Reifen ein paar mal im Kreis bis er rau aussieht und dann geht's ganz normal raus auf die kurvige Landstraße. Nach den ersten zehn Kilometern ist der neue Reifen dann vergessen.
Egal ob Wendehammer oder andere Kurven, so wird und wurde das mit Millionen von Reifen gemacht. Diese Ängstlichkeit einiger weniger Fahrer geht mir auf den Geist. Fahrt mit dem vierrädrigen Taxi und hört mit eurem Gejammer auf.

Noch etwas vergessen, am neuen Motorrad unbedingt die Gummis der Lenkergriffe aufrauen und wahnsinnig wichtig, vorwärmen, nicht dass er euch aus den Händen rutscht. :lol:

Motorradfahren ist ja eine so hoch komplexe Sache, das kann nicht jeder, denn da muss man ganz viel bedenken.
Eine Lösung hatte ich, sie passte leider nicht zum Problem.

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#20 Beitrag von aimypost » 21. Juni 2018, 18:07

Muss ich es jetzt tatsächlich noch erwähnen? Meine ersten Beiträge sollten nicht ernst genommen werden 😒
greetings
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#21 Beitrag von JojoJogger » 21. Juni 2018, 19:26

Schade, dass die Diskussion hier teilweise in die völlig falsche Richtung abdriftet, das hatte ich mit meiner Eingangsfrage nicht beabsichtigt. Es geht hier explizit nicht darum, ob ich es schaffe mich auf den ersten 100 km nicht auf die Nase zu legen. Habe ich übrigens auch mit diesen neuen Reifen, wie mit ca. 50 anderen Reifen vorher auch, erfolgreich geschafft :-) Sondern ich möchte gerne eine Erklärung für diese Hinweise haben. Sind das einfach nur übervorsichtige Hinweise (Produkthaftung) des Händlers oder steckt da wirklich etwas dahinter?

Der Threadtitel lautet extra deswegen ja auch: "Neue Reifen - technische Fragen". Ich versuche es einfach nocheinmal:

1.) Ich frage mich einfach warum die meisten Hersteller (oder alle) das Risiko eingehen, einen Reifen auszuliefern, der am Anfang etwas mehr Vorsicht erfordert. Ist das konstruktionsbedingt oder "nur" eine Kostenfrage?
2.) Den folgenden Absatz kannte ich bisher nicht, und würde es gerne verstehen: Um die Leistung des Reifens dauerhaft zu erhöhen sollten Sie die neuen Reifen am Anfang einmal auf Betriebstemperatur bringen und dann abkühlen lassen. Die Gefügestruktur des Reifengummis erhält so ihre endgültige Form.
3.) Auch diesen Absatz kannte ich bisher nicht, und würde es gerne verstehen: Vermeiden Sie während der ersten 100 km bei starken Motorrädern (über 100 kW / 136 PS) Fahrten mit sehr hoher Geschwindigkeit. Nichtbeachtung kann im Extremfall zu Laufflächenablösung (Profilausrissen) führen.

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#22 Beitrag von manfred180161 » 21. Juni 2018, 19:42

aimypost hat geschrieben:Muss ich es jetzt tatsächlich noch erwähnen? Meine ersten Beiträge sollten nicht ernst genommen werden
Ne jetzt, oder? 🤯

Gruß
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#23 Beitrag von ChristianS » 21. Juni 2018, 21:49

Sondern ich möchte gerne eine Erklärung für diese Hinweise haben. Sind das einfach nur übervorsichtige Hinweise (Produkthaftung) des Händlers oder steckt da wirklich etwas dahinter?
Die Frage wurde bereits beantwortet.
1.) Ich frage mich einfach warum die meisten Hersteller (oder alle) das Risiko eingehen, einen Reifen auszuliefern, der am Anfang etwas mehr Vorsicht erfordert. Ist das konstruktionsbedingt oder "nur" eine Kostenfrage?
Beides. Um das Konstruktionsbedingte weg zu machen sind weitere Arbeitsschritte erforderlich, die Geld kosten würden.
2.) Den folgenden Absatz kannte ich bisher nicht, und würde es gerne verstehen: Um die Leistung des Reifens dauerhaft zu erhöhen sollten Sie die neuen Reifen am Anfang einmal auf Betriebstemperatur bringen und dann abkühlen lassen. Die Gefügestruktur des Reifengummis erhält so ihre endgültige Form.
Auch hier steht die Antwort bereits geschrieben.
3.) Auch diesen Absatz kannte ich bisher nicht, und würde es gerne verstehen: Vermeiden Sie während der ersten 100 km bei starken Motorrädern (über 100 kW / 136 PS) Fahrten mit sehr hoher Geschwindigkeit. Nichtbeachtung kann im Extremfall zu Laufflächenablösung (Profilausrissen) führen.
Siehe Punkt Nummer 2., Gefügestruktur. Nach 100km dürfte der Reifen warm geworden sein.
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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#24 Beitrag von Larsi » 21. Juni 2018, 22:40

JojoJogger hat geschrieben:
21. Juni 2018, 19:26
... verstehen ...
Wie Christian schon schreibt, alles Wesentliche ist schon geschrieben.
Klingt jetzt vielleicht böse, aber wenn du es nicht verstehst, mag das an dir liegen.
Gruß Lars

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Re: Neue Reifen -technische Fragen

#25 Beitrag von emca » 22. Juni 2018, 08:15

Da ich offensichtlich mit meinen Beiträgen dein Missfallen hervorgerufen habe, noch ein letzter Satz. Habe es ins Lächerliche gezogen, weil du die Antworten regelmäßig ignoriert hast. :idea:

Deshalb nochmal die wichtigste Erkenntnis, vergiss alles und nimm diesen Satz zur Kenntnis.
Sind das einfach nur übervorsichtige Hinweise (Produkthaftung)
Antwort ist ja.

Die modernen Reifen sind so gut, bei denen muss sich kein Gefüge o.ä. zurechtruckeln, ein Reifen, der aus der Form kommt, braucht keinerlei Nachbehandlung.

Und dass der Neureifen zuerst einmal angewärmt werden muss, ist auch ein Schmarrn. Ein kalter Reifen hat über seine gesamte Lebensdauer weniger Gripp, als ein warmer. Deshalb sollte man zum Beginn jeder Fahrt nicht gleich an die Grenzen gehen, egal ob der Reifen nägelnew oder alt ist. So einfach liegen die Dinge.

Ansonsten ist alles in diesem Tipp enthalten:
Da fahre ich mit einem neuen Reifen ein paar mal im Kreis bis er rau aussieht und dann geht's ganz normal raus auf die kurvige Landstraße. Nach den ersten zehn Kilometern ist der neue Reifen dann vergessen.
Wenn du mehr über Reifen erfahren möchtest, dann sind die Märchenstunden in den einschlägigen Foren der falsche Weg, der richtige ist, mal als Besucher bei einer Reifenfirma mitzumachen. Habe es schon einmal geschrieben, Gruppenausflug mit Ziel Reifenfirma, sehr empfehlenswert. Brauerei geht auch, da verliert der eine oder andere seine Ängstlichkeit. :lol:
Eine Lösung hatte ich, sie passte leider nicht zum Problem.

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