1000 PS Roadshow - Erfahrungsbericht

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Soccerkojak
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1000 PS Roadshow - Erfahrungsbericht

#1 Beitrag von Soccerkojak » 4. Juni 2018, 13:43

Hallo Mädels und Jungs.

ich hatte vor 3 Wochen das Vergnügen, an der 1000 PS - Roadshow on Tour teilzunehmen. Wer die Ösis noch nicht kennt, einfach mal Tante Google einschalten :D
Bin am Vortag schön gemütlich mit dem S 2000 meist mit offenem Dach über das Salzburger Seenland nach Judenburg (Nähe Zeltweg) gefahren. Am Abend im Restaurant ist dann der Varahannes (war dann auch der Instruktor) aufgetaucht. Wir haben dann gute 3 Stunden schöne Benzingespräche gehabt. Aber nun zur Roadshow. Dies bedeutet ja, dass man den ganzen Tag so im 30 minütigen Wechsel diverse Mopeds "Probefahren" kann.
Es begann um 8 Uhr in der Früh mit dem Briefing und dem Aussortieren von 5 Mopeds. Wir waren 11 Teilnehmer, es standen aber 16 Mopeds zur Verfügung.

Ich will Euch hier mal ne kleine Zusammenfassung geben, wie ich die einzelnen Mopeds empfunden habe. Es ist eine rein subjektive Wertung meinerseits:

1. Moto Guzzi V9 Bobber:
dies war mein erstes Moped an dem Tag und ich war mehr als angenehm überrascht, wie flott und flink sich ca.50 PS bewegen lassen. Schönes Handling, netter Sound und cooles Aussehen. Hat gepasst und Spaß gemacht. Nebenbei würde mich meine Frau gern auf dieser Motorradgattung gerne sehen

2. BMW R1200RS LC:
hierzu gibt's von meiner Seite nicht viel zu erzählen, da ich ja die R1200R LC fahre. Außer dass der Lenker so gar nicht meins wäre. Ansonsten hab ich beim Getriebe (meine hat noch das "alte" 2016er Getriebe drin, die RS das neue 2017er) nicht den riesen Unterschied festgestellt habe

3. BMW RnineT scrambler
netter Sound, Motor geht gut, gute Sitzposition und geile Optik. Für mich allerdings nicht unbedingt erstrebenswert, da ich ja mit dem Moped auch mal 2 Wochen in den Urlaub fahren will. Trotzdem nett, flink und handlich. Wenn ein Viertmoped in der Garage platz hätte, dann käme ich direkt ins überlegen :)

4. Kawasaki Z900RS
nettes Äußeres, aber ansonsten für mich enttäuschend. Der Motor i.m.A. sehr mau. Man wartet immer drauf, dass noch was kommt, aber da kommt nix.... andere Teilnehmer fuhren voll auf das Ding ab.

5. Honda CB1000R
auch das Ding gefiel mir gut. Aber auch hier: trotz 145 PS geht es zwar vorwärts, das ganze aber irgendwie unspektakulär. Bremse gut, Reifen gut.... vielleicht bin ich auch nur von meinen Street Triple´s und der BMW bezgl. der Leistungsentfaltung mittlerweile anders gepolt. Kann sein, dass ich japanische 4 Zylinder nicht mehr "zu schätzen weiß". Siehe Kawasaki Z900RS

6. Suzuki GSX-R 1000
was habe ich meine damalige MV Agusta F4 750 geliebt. Und mir tut es heute noch in der Seele weh, wenn ich meine besten Kumpel damit rumfahren sehe. Aber nachdem ich die Suzi gefahren bin, muss ich feststellen, dass die Bückeisen definitiv nicht mehr meins sind. Motorleistung mehr als genug, aber halt leider erst auf der Renne ausfahr- und erlebbar. Bedingt durch meine nur 1,70 m wurde ich auf die GSX R dermaßen auf den Tank gespannt, dass das schon nach 2 Minuten keinen Spaß mehr machte. Aber in den richtigen Händen sicher ein tolles Moped

7. Honda African Twin mit Automatik
war ja bisher so gar nicht meine Fahrzeuggattung, die GS und co. Aber die African Twin war für mich die positivste Überraschung des ganzen Tages (die emotionalste kommt noch). Draufsitzen und fahren. Die Automatik macht es einem leicht, wenn man sich darauf eingegroovt hat. Ungewohnt auf den ersten paar km, vor allem beim ersten Ampelhalt. Kein Gang- und kein Kupplungshebel. Wer will kann mit den Handpaddels manuell schalten. Fuktioniert sensationell. Ansonsten ein tolles Moped, flink, wendig und mit der 3 Farbenlackierung sehr schön anzuschauen

8. Apilia Tuono 1100
was soll ich sagen: einfach geil. Motor, Fahrwerk, Reifen, Optik, Haptik, Ausstattung.... sensationell... der Sound, zum niederknien. Da kommt sofort der "Haben-Wollen-Effekt" auf. Der einzige Negativpunkt (außer dem Preis): trotz Naked-Bike-Lenker hat man noch richtig viel Gewicht auf den Handgelenken. Das wär nix für eine 3.500 km Urlaubsfahrt... Leider... oder zum Glück für mein Sparkonto...

9. KTM 1290 Super Adventure
viel für mich aus, das Ding ist dermaßen hoch, dass ich nicht mit den Füßen auf den Boden kam... Sitzbank lies sich nicht verstellen, also bin ich die African Twin 2x gefahren.

10. Husquarna Vitpillen 701
Optik sehr geil, aber der 1 Zylinder geht gar nicht. Unter 3.000 Umdrehungen/Minute ist das ein Gehacke auf der Kette, schlicht unfahrbar... darüber geht der Punk ab, für die Landstraße absolut ausreichend. Geringes Gewicht, Fahrspaß garantiert. Aber langsam geht mit der Karre nicht... die fordert permanent.. und bequem ist auch was anderes.

11. weiß grad nicht mehr, was noch dabei war.

Aussortiert hatten wir übrigens:
Yamaha Tracer 900
Yamaha MT 10 SP
Kawasaki Ninja H2 SX (im Nachgang die falsche Entscheidung, besser wäre gewesen, die GSXR auszusortieren)
Royal Enfield Himalayan
Susuki SV 650 X

Insgesamt ein sehr schönes Wochenende. Allein die Hin- und Rückfahrt mit dem S2000 war sehr schön. An 2 Tagen damit mehr gefahren, als in der ganzen letzten Saison. Die Roadshow ist eine klasse Veranstaltung, wenn man sich darauf einlässt. Wer marschiert schon zu 11 verschiedenen Händlern zum Probefahrt machen. Bzw. wer fährt schon mal quer durch die Kategorien Probe. War auf alle Fälle für mich ein "über den Tellerrand rausschauen".

Viele Grüße aus Niederbayern.

Soccerkojak
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Re: 1000 PS Roadshow - Erfahrungsbericht

#2 Beitrag von Soccerkojak » 4. Juni 2018, 14:18

ach ja, jetzt weiß ich das 11. Moped wieder:

11. KTM 790 Duke
das Ding hat ja mal richtig Spaß gemacht. Kein Vergleich zur Husquarna 701. Der KTM Motor (ist ja auch ein 2 Zylinder) hat einfach Dampf schon von unten rauf, das Moped ist super handlich. Der unbekannte Reifen haftet ohne Ende, gefühlt sitzt man direkt auf dem Vorderrad. Der Duke stiftet einen aber auch zum permanenten Gasgeben an... Die Bremsen passen richtig gut dazu!! Da braucht es i.m.A. keine R-Version.

So, das war´s jetzt aber :-)

VG

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