Rennstreckentraining

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Felicitas
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Rennstreckentraining

#1 Beitrag von Felicitas » 4. Februar 2006, 11:13

Moin Mädels und Jungs! :lol:
Wir tragen uns mit dem Gedanken, neben dem normalen Sicherheitstraining auch mal ein Rennstreckentraining zu absolvieren.
Wer von Euch hat sowas mal mitgemacht und kann etwas dazu berichten? :D
Gruß aus Bremen,
Felicitas

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Detlev
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#2 Beitrag von Detlev » 4. Februar 2006, 12:11

Hallo Feli,
ich habe sowas mit MOTO-AKTIV 1999 in Oschersleben mitgemacht und fand es megatoll aber auch recht teuer und recht anstrengend.
Später habe ich mehrfach ein "Kurventraining am Heidbergring" bei Geesthacht (östlich von Hamburg) mitgemacht, google mal nach "Heidbergring".
Das bringt auch richtig Laune und kostet nicht soviel, vor allem stresst es nicht so stark.
Grüße, Detlev
2-ventiler.de

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lurifaks
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#3 Beitrag von lurifaks » 4. Februar 2006, 14:31

:D :D

Meine Frau hat ein Frauentraining auf dem Nürburgring mitgemacht!
Neben den normalen Sicherheitstrainig durfte auch Schnell gefahren werden. Meine Frau war begeistert. :D :D Der ring war für die abgesperrt, d,h keine Autos oder andere fliegende objekte von hinten :!:
Das ganze war von Motorrad Action Team veranstaltet und ging über zwei Tage.


Gruß Peter
Es Grüsst der Späteinsteiger aus Kölle

Sagas
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#4 Beitrag von Sagas » 6. Februar 2006, 09:43

Hallo Felicitas,

habe so etwas schon 4x gemacht, macht wirklich Laune :lol: .

Hier mal ein informativer Link

http://www.racing4fun.de

Meldet euch auf jedenfall bei einem Training an, wo es Gruppen mit Instruktoren gibt, dann kann eigentlich nichts schiefgehen. Die Preise sind teileweise stark schwankend. Ich habe letztes Jahr auf dem Hockenheimring 135,00 € mit Instruktor bezahlt, das ist so ziemlich das günstigste was man kriegen kann.

Meist sind die Teilnehmer in drei Gruppen eingeteilt (Rennstreckenneulinge, Rennstreckenerfahrene, Hobbyracer). Jede Gruppe darf in der Regel 20 Minuten fahren und hat dann 40 Minuten Pause. Gelegentlich sind es auch 4 Gruppen und 15 Minuten-Turns. In der Regel kommt man so auf 7 - 9 Turns, auch wenn sich das nicht so viel anhört, ihr wisst abends, was ihr getan habt. Mindestens die Hälfte der Turns wird normalerweise mit Instruktor gefahren, der Rest frei. Einige Veranstallter wollen, das man die Spiegel abschraubt und die Lampen und Blinker abklebt, also passenden Schraubenschlüssel und breites Klebeband eventuell mitnehmen oder vorher abklären.

So, mehr fällt mir gerade nicht ein. Stöber einfach ein bischen in der oben verlinkten HP, da ist einiges zufinden (Veranstalter, Fahrtips usw.) Es gibt auch ein Forum, wo unter anderem Rennstrecken-Neulinge ihre Erfahrungen mitteilen.

Steffen

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Felicitas
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#5 Beitrag von Felicitas » 8. Februar 2006, 08:30

Hi Jungs,
vielen Dank für Eure Hinweise. :lol:
Wahrscheinlich machen wir ein vom ADAC veranstaltetes Training mit. Das wird zwar etwas teurer, aber mit denen haben wir bei dem herkömmlichen Sicherheitstraining gute Erfahrungen gemacht.
Terminlich käme Oschersleben in Frage, wäre für uns ja auch gut zu erreichen. Mal sehen ... 8)
Gruß aus Bremen,
Felicitas

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Lucky

#6 Beitrag von Lucky » 22. Februar 2006, 22:22

Hallo Felicitas,
Sicherheitstraining beim ADAC ist eins, aber fahren auf der Rennstrecke ist etwas anderes. Das macht richtig Laune, aber...
Es macht für Anfänger nur Streß, wenn einem die erfahrenen, schnellen Fahrer um die Ohren fliegen und man sich selbst sooo langsam fühlt.
Also brauchst Du eine Veranstaltung, die in Gruppen (Anfänger, Erfahrene, Schnelle) läuft und wo kein Rennen von der Zeit abgeht. Ich empfehle den Assen-Termin vom Klever Motorradclub am 18.Juli 06. Da waren im letzten Jahr auch Mädels zum ersten Mal auf der Strecke und die kommen auf jeden Fall wieder. Es geht nett und gesittet zu und jedem wird geholfen, wenn er ein Anliegen hat. Schnellere haben auf Wunsch auch Instruktur gemacht.
Hier findest Du die Info. http://www.klever-motorrad-club.de/
Würde mich freuen Dich oder Euch dort zu sehen. Ach ja, Assen ist für Euch aus dem Norden doch nur 200 km. Zeltenund Grillen am Vorabend war immer im Fahrerlager möglich.
Viele Grüße

Spezi

#7 Beitrag von Spezi » 23. Februar 2006, 16:51

Hallo,

ich mache dieses Jahr erstmals ein sog. Instruktorentraining mit.

Veranstalter und weitere Hinweise findet ihr hier :

http://www.speer-racing.com/index.php?o ... &Itemid=71

Schau mer Mal, wie ich mit der 1150'er auf dem Anneau du Rhin zurecht komme...

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Felicitas
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#8 Beitrag von Felicitas » 2. März 2006, 17:01

Hi Lucky,
danke für den Hinweis, aber beim ADAC Training wird auch in verschiedenen Gruppen gefahren und man kann die Gruppe gegebenenfalls auch wechseln, falls man langsamer oder schneller fahren möchte. Und das ADAC Training von Michael Bartz hat einen ausgezeichneten Ruf.
Wir haben Oschersleben gebucht - werde dann mal berichten, wie´s war. :D
Gruß aus Bremen,
Felicitas

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SGF
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#9 Beitrag von SGF » 7. April 2006, 20:55

lurifaks hat geschrieben::D :D

Meine Frau hat ein Frauentraining auf dem Nürburgring mitgemacht!
Neben den normalen Sicherheitstrainig durfte auch Schnell gefahren werden. Meine Frau war begeistert. :D :D Der ring war für die abgesperrt, d,h keine Autos oder andere fliegende objekte von hinten :!:
Das ganze war von Motorrad Action Team veranstaltet und ging über zwei Tage.


Gruß Peter
Ich habe vor einigen Jahren ebenfalls ein von Motorrad Action Team veranstaltetes Fahrertraining auf dem "Ring" mitgemacht und kann nur sagen das man bekommt wofür man bezahlt :
Professionelle Organisation, Profi-Instruktoren, und echte Top-Ärzte*.

Aber.... es ist definitiv nichts für Anfänger, auch wenn es Gruppeneinteilungen nach "Fahrerfahrung"gibt.

Zu den Ärzten : Musste ich leider am 2. Tag in Anspruch nehmen, da ich aufgrund eines Fahrfehlers ( und Blackouts ) des vorausfahrenden Fahrers ( K1200 R , alt) auf der geraden vor der Einfahrt ins Karussell zu einer Notbremsung aus ca. 140km/h bei strömendem Regen gezwungen zwar. Dies führte zu einem klassischen Highsider mit Überschlag und Abflug mitten ins Karussell. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon etwa 12 Runden Nordschleife hinter uns !

Alternativen :
1.dem vorausfahrenden ins Mopped zu krachen ( die einzuhaltenden Abstände entsprechen etwa 2 - 3 Motorradlängen - sonst sieht der Instruktor keinen mehr von der Gruppe im Rückspiegel )
2. In die doppelt hohen Leitplanken an der Aussenseite der Kurve zu fliegen
3. nach unten ins Karussell abzutauchen und zu hoffen, das mir das Mopped nicht in den Rücken kracht.

Ich versuchte, soweit das in so einem Moment noch bewusst geschehen kann, Alternative 3. Leider rutschte das Hinterrad soweit weg, das ich fast quer zur Kurve stand, bevor es dann plötzlich wieder Grip bekam. Die Auswirkung entsprach einem mehr als gepflegtem Tritt eines Pferdes und ich flog in hohem Bogem vom Motorrad. nach einem Überschlag landete ich ich dann auf Kopf und rechter Schulter, drehte mich ein paar mal und wandte dann meine Beine in Richtundes mir hinterher rutschenden Motorrades ( XJR 1300 SP ) . Ich dachte nur an die 250 Kg, die ich auf keinen Fall in meinen Rücken einschlagen lassen wollte.

Glücklicherweise dreht die Maschine dann aber ab in Richtung Kurveninneres ( durch die Schräge der Strecke verursacht ) und blieb an den inneren Leitplanken liegen.

Innerhalb weniger Minuten war ein Krankenwagen da, bestückt mit 2 Nothelfern und einem echten Rennarzt ( bekannt aus Moto GP )

Erstbehandlung - dann Abtransport nach Adenau ins Krankenhaus. Die Ärzte dort kennen sich mit allen Arten von Motorsportunfällen aus u nd mann ist gleich per Du : Ach - Fahrerlehrgang hatse mitjemacht - kennen wir schon... kriegen wir wieder hin - Schwester, de Elefantenspritze für de "Jong" - kein homöopatischer Sch.... dat tut jetzt gleich richtich weh)

Bei mir wurde schnell folgendes diagnostiziert :
Rechtes Schultergelenk ausgerenkt ( ausgekugelt ), Muskelabriss
Linkes Handgelenk - Kahnbeinbruch.

Resultat : 3 Monate zu Hause , davon 6 Wochen den rechten arm in einer Schlinge - unbeweglich - und 9 Wochen den kompletten linken Arm in Gips. Danach "Krankengymnastik" . im 4. Monat nach dem Unfall saß ich dann schon wieder auf dem Mopped, an dem nicht sehr viel kaputt wahr, da ich mit vor dem training Sturzpads hatte anbauen lassen.

Trotzdem fand ich das Fahrertraining , jetzt mal unabhängig von dem blöden Unfall, insgesamt gut gelungen und würde es jederzeit wieder machen.

Organisatoren und die Mitglieder "meiner" Gruppe besuchten mich im Krankenhaus und sorgten für den Transport des Moppeds zum Dorint-Hotel am Ring. Dort konnte ich es unentgeltlich stehen lassen bis ich wieder in der Lage war, es abzuholen.

Der "Schuldige" hat sich bei mir tausendmal entschuldigt ( was natürlich nicht viel half ) aber so geht das eben. Er hatte , lt. seiner Aussage, kurz vor der Einfahrt ins Karussell Schwindelgefühle bekommen und hat dann . mehr unbewusst, wie er sagte, voll in die Eisen gelangt, ohne daran zu denken, das ja andere Gruppenmitglieder direkt hinter ihm in die recht gemeine Kurve einlenken mussten. Er hatte mit seinem ABS Mopped recht wenig Probleme geradeaus weiter zu fahren und deutlich vor der Leitplanke zum stehen zu kommen - er fuhr nicht mal in die Kurve ein.

Für mich bedeute dies :
Vollbremsung ohne ABS bei 140 km/h in beginnender Schräglage auf nasser, nach innen steil abfallender Fahrbahn mit wechselndem Belag
( Asphalt zu Betonplatten ) - eine Übung, die wir so noch nicht durchgeführt hatten....

Schon damals reifte in mir der Entschluss, das mein nächstes Motorrad nur eines mit ABS sein konnte.

Spezi

#10 Beitrag von Spezi » 9. Mai 2006, 10:13

Hallo zusammen,

wie schon angekündigt, habe ich am vorletzten Wochenende meinen Schnupperkurs auf dem Rheinring in Frankreich (Anneau du Rhin) hinter mich gebracht.
Veranstalter war Speer Racing ( http://www.speer-racing.com -> dort auf das Speer-Racing-Logo klicken)

Ich muss SGF absolut Recht geben : Das ist nix für den normalen Tourenfahrer, sondern sich und die Maschine fordern und auch bei höherem Tempo beherrschen können.

Hier ein kurzer Abriss, wie das so abgelaufen ist und wie ich mich dabei gefühlt habe:

Du kommst ins Fahrerlager und siehst erst Mal eine grosse Menge Supersportler, die von Anhängern und aus Sprintern entladen werden.
Und denkst dir : Was mach ich mit meiner RR denn hier ?
Du fühlst ein Grummeln im Bauch, dass du bestimmt überfordert bist - obwohl du noch nicht weisst, wie es weiter geht.

Wir haben uns dann einen Abstellplatz gesucht und "eingecheckt". Also mit Anmeldebestätigung zum Einschreiben, dein Name wird abgehakt und du bekommst die Startnummer und ein T-Shirt von Speer.
Kaffee und Obst ist kostenfrei, Getränke wie Wasser, O-Saft oder ein Snack kosten moderate 50 Cent.

Dann klebst du deine Scheinwerfer, Blinker und das Rücklicht ab und demontierst deine Rückspiegel.
Der Grund dafür ist einerseits, dass bei einem Unfall dann kein Glas auf der Strecke verstreut wird - zum anderen, dass du dich unter Rennbedingungen auf der Strecke bewegst.
Rossi hat ja auch kein Fahr- und Bremslicht - und Blinken muss er auch nicht :wink:

Dann geht es zur Fahrerbesprechung, dessen Teilnahme Pflicht für alle ist. Du bekommst die Grundregeln für das Befahren auf der Strecke mitgeteilt. Also, dass du weiterfährst, wenn es vor dir geknallt hast, dass du die Linie direkt hinter dem Instruktor einhältst, dass du keine Schlangenlinien fährst, um deine Reifen aufzuwärmen usw.

An der Strecke sind 2 Krankenwagen, besetzt mit Arzt und Sanitäter, sowie ein Streckenwagen (zum Aufräumen, Kehren, Rücktransport beschädigter Moppeds etc.)

An der Strecke gibt es 3 Streckpostenhäuschen, aus denen dann entsprechende Flaggensignale gegeben werden. Die Signale werden an der Fahrerbesprechung erklärt.

Dann wurden die Gruppen eingeteilt. Es fahren im Prinzip 3 Gruppen.
Also eine schnelle und eine etwas langsamere Gruppe von Sportfahrern, die ohne Instruktor auf dem Kurs fahren. Die müssen sich ihre Ideallinie selbst suchen und oft überholt wird auch.

Die 3. Gruppe sind die FahrerInnen, die mit Instruktor auf Rennstreckenfeeling gehen.
Alle 3 Gruppen fahren immer getrennt. Also sind nacheinander auf der Strecke.

Die Instruktorengruppe wird nochmals in 4-5 Gruppen unterteilt.
Also von flott bis langsam ( <- ist relativ) ist alles vorhanden. Man kann auch die Gruppen nach jedem der 7 Turns wechseln, wenn man entweder langsamer oder schneller fahren möchte.

OK, soweit die Theorie.
Ich habe mich mal vorsorglich in die langsamste Gruppe eingereiht - und das war gut so.
Unser Instruktor Fritz hatte ne Suzuki GSX 1000 und sprach nochmals die wichtigsten Punkte an. Vor allem, dass wir recht dicht hinter ihm bleiben müssen, damit er die Gruppe überblicken kann. Denn Fritz war der einzige mit Rückspiegel !

Es gibt 2 Handzeichen, die zu beachten sind :
Hebt Fritz den linken Arm, so ist die Ideallinie zu verlassen, da die Gruppe von einer schnelleren überholt wird. Oder die Strecke wird verlassen (Ausfahrt).

Auf der langen Geraden winkt Fritz mit dem linken Arm hinter seinem Rücken (sieht aus, als wollte er ne Biene vom Hintern verscheuchen :P ).
Das bedeutet, dass der Fahrer direkt hinter ihm etwa 1,5 Meter nach rechts versetzt fährt und etwas verlangsamt. Die Gruppe schliesst dann auf und der ehemalige 2. reiht sich hinten ein.
So kommt jede/r in den Genuss, mal direkt hinter dem Instruktor zu fahren und zu erkennen, welche Linie er wählt und so.

Nun denn : Es geht los.
Für die Supersport-Motorräder wird noch eine Lautstärkenmessung gemacht, da der Kurs in Privatbesitz ist und Auflagen erfüllen muss.

Da ich ja die Originaltüte auf der RR habe, komme ich ungeschoren durch. Die technische Prüfung (sofern man das so nennen will) wird mit einem kleinen Aufkleber auf dem Mopped bestätigt.

OK, let's fetz :wink:
Es geht los. Die Instruktorengruppen sind dran. Erst die Flotten, dann immer weiter die langsameren Gruppen - bis wir dran sind.
Wer dachte, es ginge erst Mal moderat zu, der täuscht sich. Gleich in der Auffahrt zur Strecke gibt Fritz richtig Stoff. Er erklärt uns später, dass durch richtiges Angasen die Reifen schneller warm werden. Macht Sinn, obwohl ich mir ein etwas langsameres Anfangstempo gewünscht hätte. Aber egal, dranbleiben ist die Devise.
Also gase ich mit an, was das Zeug hält. Als erstes kommt ne nicht einfach zu fahrende Rechts-Links-Kombination. Da macht sich das tolle Fahrwerk der RR bemerkbar, ich laufe auf...Boah !

Dann kommt ne langgezogene Linkskurve, die nicht einfach zu fahren ist. Zumal der Instruktor vorn fährt und ich die Ideallinie nur erahnen kann. Meine Vorfahrer wählen eine etwas andere Linie. Klar, zum ersten Mal auf dem Kurs - den muss man erst kennenlernen.

Ne spitze Rechtskurve, dann wieder ne langgezogene Links - und dann irgendwann die lange Gerade. Hier merke ich doch, dass ich gegen 100 PS und mehr nichts ausrichten kann - und es reisst etwas ab.

Hanging-Off ist Pflicht, sonst klappt es nicht ganz so schnell. Fritz hängt neben seiner Suzi, ich neben der RR. Mit Druck auf die kurveninnere Fussraste stablilisierst du das Motorrad. Sagt Fritz. Und es stimmt.
Ich kann mir bildlich vorstellen, wie ich von aussen aussehen muss - wie ein verkappter Rossi halt :wink:

Die Schikane kommt - und ich mit ca. 100 Sachen durch.
Die Rechtskurve am Fahrerlager - und Runde 1 wäre geschafft.
Pro Turn schaffen wir anfangs nur 3 Runden, dann ist die Zeit für die Instruktorengruppe rum. Die anderen wollen auch wieder...

Kurze Besprechung mit Fritz - der zu Anfang immer was zu bemängeln hat - und ein paar Tipps, wie es besser geht.
Dann haste rund 25 Minuten Pause, um was zu trinken oder zu essen.

Um die Mittagszeit kommt ein Pizzawagen, der ausser Pizza auch Flammkuchen macht. Schmeckt gut, man muss aber früh bestellen, sollte es zeitlich nicht zu eng werden.

Nach 6 Turns schaffe ich die Schikane mit Hanging-Off und 150 Sachen, der Begrenzer meldet sich ein paar mal beim Beschleunigen, aber ich habe ein gutes Gefühl auf dem Kurs.

Den 7. Turn lassen wir ausfallen, da wir doch müde sind und uns das Erarbeitete nicht wieder vernichten wollen. Das meint Fritz - und Recht hat er.

Was habe ich gelernt ?
Dass Hanging-Off ein Mittel ist, um schnelle Kurven schnell zu durchfahren. (Einschränkung : Ist auf der Landstrasse nicht häufig anwendabr, da man Gegenverkehr hat und die Hälfte der Fahrbahn ja "den anderen" gehört).

Was meine Maschine drauf hat, wenn man richtig angast. Und dass es keinen Sinn macht, Supersportlern auf Geraden hinterher zu jagen :wink:
Dass aber Kurven das Metier der RR sind...

Ich fühle mich nun sicherer, denn ich weiss auch, dass meine Reifen auch am Rand mich sicher auf der Fahrbahn halten. (Einschränkung : Der Kurs ist fast besensauber - und das findest du nicht auf öffentlichen Strassen)

Spaß gemacht hat es. Und das ist wohl das Wichtigste.

P.S.: Mein Hinterreifen ist nun ein Slick...

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JoeF
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#11 Beitrag von JoeF » 9. Mai 2006, 10:40

Hi JoMcIce!

Super Bericht!
Doch ich glaube ich für meinen Teil wäre damit überfordert, so in die Kurven zu gehen. Bei meinem neuen Reifensatz sind immer noch gut 1cm Luft nach rechts und links. Ein bißchen geht wohl auch noch, doch dann fangen die Hemmnisse an!
Grüße
aus dem schönen Sauerland

Jörn

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Spezi

#12 Beitrag von Spezi » 9. Mai 2006, 10:47

Hi Jörn,

gegen die "Hemmnisse" empfehle ich ein Sicherheitstraining, dass über die Standards (Bremsen, Lenkimpuls, 8er-Fahren) hinausgeht.
Das mache ich demnächst auch noch, bevor es wieder in die Dolomiten geht.

Das SHT ist auch von Speer Racing - und beinhaltet einen Schräglagentrainer. Also ein Mopped mit Auslegern, wo man seine subjektive Schräglage messen und verbessern kann.

Schau hier Mal nach, was dort so geboten wird :
http://www.speer-racing.com/index.php?o ... &Itemid=26

Da ist auch ein Video dabei zu Angucken.

Zu dem Termin in Tuttlingen am 3. Juni wäre noch ein paar wenige Plätze frei...

P.S.: Nein, ich bekomme bei Speer keine Provision. Aber wozu andere Anbieter "versuchen", wenn meine Kumpels von Speer begeistert sind.

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ob ich mich das trau?

#13 Beitrag von weibchen » 10. Juli 2006, 06:56

Hi ihr,
das waren ja spannende Berichte. Ob ich mich das trau? Als ich meinen Führerschein bestanden hab (am 3. Mai 06 und ich bin stolze 50 Jahre alt), erklärte mein Fahrlehrer: "Und jetzt viel viel fahren, nach Möglichkeit guten Fahrern hinterher, dann ein ADAC-Sicherheitstraining, das BMW-Endurotraining und dann ein Rennstreckentraining. Nicht, weil du unbedingt Gelände oder Rennen fahren musst, aber das bringt auch ungemein viel für die Straße." Mein Mann guckte mich ein wenig sparsam an und bei der Fahrt in den Bayrischen Wald, bei der eben dieser Fahrlehrer dabei war, war sein Kommentar dazu: "Wozu brauchst du dafür deinen Mann? Den Weg dahin wirst du doch wohl selber finden. Du bist doch schon erwachsen . . . " Tja, Recht hat er. Aber ob ich mich trau? Nächstes Jahr vielleicht? Immerhin fühl ich mich von Ausfahrt zu Ausfahrt immer mehr als wachsender echter Moppedfahrer. Und sobald ich drauf sitze, hab ich vor nichts und niemand mehr Angst. Außer vor dem Gegenverkehr manchmal. Und den gibts ja auf der Rennstrecke nicht. Mal sehen. Nächstes Jahr vielleicht? Möchten wirde ich schon wollen, aber dürfen hab ich mich noch nicht getraut . . .

Liebe Grüße von
Regina
Augen zu und durch . . .

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#14 Beitrag von juppi » 17. November 2006, 11:28

Hi Jürgen,

super Bericht!!!

Habe auch schon einige Sicherheitstrainings beim ADAC mitgemacht.
Möchte aber in 2007 etwas mehr machen.

Ich denke ein Schräglagentraining wäre nicht schlecht.
Dein Bericht liest sich ja sehr gut.

Falls Du und Deine Kumpels im nächsten Jahr wieder etwas in der Richtung vorhabt, schreib mir doch bitte mal eine PN.

Ich habe mir auch mal das Angebot vom -Motorradonline.de/actionteam- angesehen.
Ist vielleicht auch interessant.
In Boxberg das Gelände hört sich jedenfalls sehr gut an.
Werde in der Richtung mal eine Umfrage starten.
Nur wenn man weiß was man tut, kann man machen was man will!

Gruss Jupp

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Snowman
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#15 Beitrag von Snowman » 8. Dezember 2006, 10:40

Moin Mädels,

ich werde im nächsten Frühjahr ein Sicherheitstraining im Heidbergring ( Geesthacht) mitmachen.
Das Training umfaßt Kurventraining etc..Allerdings sind hier schlappe 90,-Euronen zu berappen. Das Ganze dauert 1 Tag. Beginn morgens um 8.00 Uhr und endet ca. gegen 18.00 Uhr. Hier wird auch die Gemeinde auf 4 Gruppen aufgeteilt (abhängig von der Anzahl der Teilnehmer).
Der Heidbergring wird übers Jahr von mehreren Veranstaltern angemietet.
Hierdurch hat man durchaus die Auswahl, ob man mit dem ADAC, dem MSC oder einzelnen Motorradhändlern(z.B. BMW Stuedemann oder Motbox in Stapelfeld) sein Training absolvieren möchte.

Wenn man nicht gerade versucht den Helden zu spielen, sollte der Tag eine gelungene Veranstaltung werden. :mrgreen:
Gruß Stephan

Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber nichts lernen zu wollen (Sokrates)

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#16 Beitrag von Felicitas » 8. Dezember 2006, 14:13

Hi Stephan,
der Heidbergring soll gegenüber Oschersleben sehr, sagen wir mal, übersichtlich und kein Vergleich sein. :roll:

Dafür ist Oschersleben natürlich auch teurer. Aber es war so "geil" (ups - sorry) im vergangenen Sommer, so dass ich es im nächsten Jahr, sofern die Termine stimmen, gerne wiederholen möchte. :D :D :lol:
Gruß aus Bremen,
Felicitas

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