BMW R50 BJ 1966

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Julius94
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BMW R50 BJ 1966

#1 Beitrag von Julius94 » 20. November 2019, 14:49

Hallo zusammen,
mein Name ist Julius und ich bin neu hier in dem Forum.
Vor ein paar Monaten habe ich die alte BMW R50 BJ 1966 mit Beiwagen von meinem Opa geerbt und nach bestandenem Motorradführerschein habe ich schon ein paar Runden mit dem Schmuckstück gedreht.
Jetzt in der kommenden kalten Jahreszeit will ich die Betriebsflüssigkeiten wechseln. Endantrieb Kardan habe ich schon. Meine Frage:
Hat die BMW keinen Ölfilter? Ich bin technisch nicht ganz auf den Kopf gefallen, kann aber am Motorblock nichts finden. Opa kann ich leider nicht mehr fragen und ich will auch nichts falsch machen.

Ich freue mich über jede Antwort.

Grüße Julius

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wolfgang
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Re: BMW R50 BJ 1966

#2 Beitrag von wolfgang » 20. November 2019, 19:01

Hallo julius,

Hut ab vor dir. Als Anfänger mit einem Gespann anfangen ist sehr mutig.

Im Grundsatz sind wir nicht das richtige Forum für eine R50/2, es wird wenig Wissen hier sein.
Einen ölfilter habe ich nicht gefunden, was sie aber hat ist ein ölsieb. Für damals durchaus vorstellbar, dass nur dies verbaut war und das Öl eben alle 2 - 3.000 km gewechselt wurde.

Schau hier
https://www.realoem.com/bmw/de/partgrp? ... =Oelfilter

Halte das gute Teil in Ehren für deinen Opa. Er wird sich sicherlich freuen
Gruß

Wolfgang (KA)
Mod K1200RS

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hixtert
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Re: BMW R50 BJ 1966

#3 Beitrag von hixtert » 20. November 2019, 19:16

Opa hatte bestimmt Literatur über die R, Werkstatthandbücher und Betriebsanleitungen z.B.

Meines Wissens hatten die Gummikühe bis 1969 keinen Ölfilter, sondern nur ein Metallsieb für's Grobe in der Ölwanne. Deshalb muss man bei der Wahl des Öls vorsichtig sein. Moderne, also hochlegierte Öle halten den Metallabrieb in der Schwebe um ihn in den Ölfiter zu spülen. Diese Eigenschaft ist bei einem filterlosen Motor eher verschleißfördernd. Dort soll sich der Abrieb als Schlamm in der Ölwanne absetzen, die deshalb regelmäßig gesäubert werden muss. Also möglichst niedrig legiertes Öl verwenden. Link

Das geballte Fachwissen über die historischen R findest du aber im 2-Ventiler-Forum.
Grüße
Reinhard
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farbschema
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Re: BMW R50 BJ 1966

#4 Beitrag von farbschema » 1. Dezember 2019, 16:48

Sehr schön :-)

Wie bereits geschrieben, würde auch ich mal im 2-Ventilerforum vorbei schauen. Die Jungs haben dort auch eine super Dokumentation zu diversen Wartungen und Reparaturen.

Was ja auch klar sein sollte: die damalige Technik ist einerseits heute bereits (sehr: 55 Jahre) alt, andererseits gab es damals ganz andere Wartungsintervalle und -umfänge:

- Vergaser müssen synchron laufen (hat ja 2 davon, oder?)
- Zündung ist einzustellen - inkl. Unterbrecher prüfen
- Ventile sind häufig(er) einzustellen (zudem hohe Dauerdrehzahlen vermeiden)
- Undichtigkeiten können echte Probleme verursachen (Kardanöl am Hinterrad, Öl auf der Kupplung etc.)
- Teile vom Fahrwerk sind ggf. noch von Hand abzuschmieren

Also wenn ich so was Tolles erben würde und erhalten wollte - dann würde ich mir zunächst eine Reparatur-Dokumentation und eine Betriebsanleitung besorgen und vorab alles in Ruhe durchlesen.

"Verschraubt" ist so ein altes Mopedle schnell, daher würde ich wohl im 2-Ventilerforum nach einem "freien" Schrauber fragen, der für
eine angemessenen Betrag die Wartung mal mit Dir gemeinsam durchgeht. Außer natürlich Du bist (Zweirad-)Mechaniker und kannst im Prinzip alles selbst erledigen. Das man gutes Werkzeug braucht und eine geeigneten Schrauberplatz ist ja sowieso klar.

Alle Betriebsflüssigkeiten (inkl. Sprit) zu wechseln ist schon mal ein guter Anfang. Die Dichtringe und Drehmomente, sowie die korrekten Schmierstoffe sollte man sich ja eh besorgt haben. Die alten Schrauben sind ja doch schnell mal abgedreht.

Viel Erfolg und liebes Grüßle
Fx
Grüße, Felix
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Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

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