Conti RoadAttack 3

Alles rund um die Reifen: Tests, Kommentare
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BMW-Fan
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Re: Conti RoadAttack 3

#101 Beitrag von BMW-Fan » 8. Juli 2018, 17:37

qtreiber hat geschrieben:
7. Juli 2018, 13:02

Dagegen habe ich auf meiner R1200R den von dir gelobten Z8 so schnell wie möglich nach einer Tour wieder runtergeworfen. Dies war genau bei 4.164 Km Laufleistung und mit einem Restprofil von 2,7mm. Dieser Reifen unktionierte für mich überhaupt nicht, da permanent Rutscher, vor allem über das Vorderrad. Änderungen des Luftdrucks brachten keine spürbaren Verbesserungen. Vielleicht hatte ich einen Montagsreifen des Z8 erwischt, aber nie wieder.
Da solche Diskussionen um Reifen gern als Entscheidungshilfe für den nächsten Satz genommen werden..
Der CRA3 sollte mein Nächster werden obwohl ich mit dem Z8 sehr zufrieden war.
Die negativen Rückmeldungen aus diesem Faden zum CRA3 hatten zur Folge dass ich jetzt den 3. Satz
Z8 auf den Felgen habe.
Laufleistung immer > 10000 km, nie einen Rutscher mit den Z8 erlebt. Warum wollte ich eigentlich was anderes ?
Mein Reifenhändler meint, der geht immer noch weg wie geschnitten Brot.
So, haut drauf 😁
Gruß aus dem Norden und allzeit gute Fahrt

Ronald

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qtreiber
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Re: Conti RoadAttack 3

#102 Beitrag von qtreiber » 8. Juli 2018, 18:24

BMW-Fan hat geschrieben:
8. Juli 2018, 17:37
So, haut drauf 😁
weshalb? Wenn dir der Reifen passt ist doch alles gut.
Gruß
Bernd - qtreiber (AUR)
----------------------------------
schöne, schwarze R1200R
...hier fehlt das Danone-Logo...

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Re: Conti RoadAttack 3

#103 Beitrag von BMW-Fan » 8. Juli 2018, 18:42

qtreiber hat geschrieben:
8. Juli 2018, 18:24
weshalb? Wenn dir der Reifen passt ist doch alles gut.
Wegen der Laufleistung.... :roll:
Gruß aus dem Norden und allzeit gute Fahrt

Ronald

teileklaus
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Re: Conti RoadAttack 3

#104 Beitrag von teileklaus » 8. Juli 2018, 20:22

BMW-Fan hat geschrieben:
8. Juli 2018, 17:37
Die negativen Rückmeldungen aus diesem Faden zum CRA3 hatten zur Folge dass ich jetzt den 3. Satz Z8 auf den Felgen habe.
Laufleistung immer > 10000 km, nie einen Rutscher mit den Z8 erlebt.
So, haut drauf 😁
Da du einen anderen Fahrstil hast brauchst du den Mehrgrip eines Besseren Reifens nicht unbedingt,
Wenn einer den Z 8 mit 5000- 6000 runtermacht, fährt er fordernder und hat deshalb auch eher Rutscher.
Du profitierst am Preis wenn du weiter Z8 fährst der RA3 kostet schon mal 30 mehr..
Trotzdem hättest du mit dem aber mehr Grip und damit Sicherheit, die du aber nicht kaufst. Laufleistung wird dann auch 10 000 und mehr bei dir sein.

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Re: Conti RoadAttack 3

#105 Beitrag von nordkorn » 9. Juli 2018, 15:56

Als Alternative zum CRA-3 wird hier immer wieder auch auf den Angel GT verwiesen.
Den gibts auch in zwei Ausführungen, Normal und mit Kennung "A" für schwere Motorräder.
Bei den Onlinehändlern wo ich geschaut habe kann man Reifen über Motorradtyp auswählen, und da kommt dann für die R12R immer Variante "A" fürs Hinterrad raus.
In den Tests zum Angel GT steht leider nie dabei, welche Variante sie getestet haben.
Könnte mir da ähnliche Unterschiede bei den Ausführungen vorstellen wie beim Conti CRA3.
Wer den Angel-GT schon gefahren ist - in welcher Variante ?

Gruß,
nordkorn

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Pazific
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Re: Conti RoadAttack 3

#106 Beitrag von Pazific » 9. Juli 2018, 22:17

Ich denke, dass die Tester sich an den Reifenfreigaben orientiert haben, die letzten Tests wurden ja auf der R1200RS LC gemacht. Deshalb wurde ja auch der CRA3 GT getestet, weil der normale CRA3 nicht für die R/RS LC freigegeben ist.
https://ws.pirelli.com/b2cwsfitment/cxf ... gJ1kvD_BwE

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Re: Conti RoadAttack 3

#107 Beitrag von wohi » 10. Juli 2018, 05:54

nordkorn hat geschrieben:
9. Juli 2018, 15:56
Wer den Angel-GT schon gefahren ist - in welcher Variante ?
Die Standard-Ausführung.
lg,
Wolfgang

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Re: Conti RoadAttack 3

#108 Beitrag von wohi » 10. Juli 2018, 05:59

Pazific hat geschrieben:
9. Juli 2018, 22:17
Ich denke, dass die Tester sich an den Reifenfreigaben orientiert haben, die letzten Tests wurden ja auf der R1200RS LC gemacht. Deshalb wurde ja auch der CRA3 GT getestet, weil der normale CRA3 nicht für die R/RS LC freigegeben ist.
Im PS-Test wurde extra darauf hingewiesen, dass zwecks besserer Vergleichbarkeit alle Reifen in der unverstärkten Standardversion getestet wurden mit Ausnahme des CRA3, weil Conti als einziger Hersteller darauf bestand, den Reifen in der GT-Version zu verwenden.
lg,
Wolfgang

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Re: Conti RoadAttack 3

#109 Beitrag von pejott » 11. Juli 2018, 15:25

Nach mittlerweile 2.000 Kilometern mit dem RA3-GT auf meiner RS bin ich vollauf zufrieden.
Der Reifen bietet mehr Handlichkeit als der Vorgänger MPR4, läuft neutral und unauffällig sowohl bei Trockenheit als auch bei Regen.
Komforteinbußen konnte ich keine feststellen. Knüppelhart ist anders.
Der MPR4 war mit 5tkm hinten und vorne blitzeblank. Wenn der Conti auch noch länger hält, bin ich zufrieden.

Schöne Grüße,
Peter
„Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.“
Kurt Tucholsky

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Re: Conti RoadAttack 3

#110 Beitrag von teileklaus » 11. Juli 2018, 16:59

der MPR 4 ist der Reifen, der am Längsten hält bei manchen Leuten 10 000 km..

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Re: Conti RoadAttack 3

#111 Beitrag von gegu » 15. Juli 2018, 14:23

Gestern habe ich meinen "alten" CRA03 (4800 km) wieder gegen meinen dritten(!) neuen Satz CRA03 tauschen lassen.
Fast ausschließlich bekanntes Gefilde, ein Training (Vogelsbergring), kaum BABs.
Wahrscheinlich wären noch ca. 500 km mehr möglich gewesen, aber ein Südtirolurlaub steht an.
Unterschied von neu zu alt wie Tag und Nacht was Handling u.v.a. "Härte" (jeweils GT-Versionen) angeht.
Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit Gripp, Lenkverhalten, Laufleistung, auch wenn der fehlende Gummi im Laufe der Km sehr deutlich fühlbar wird, spez. wenn man nur ca.70 kg netto wiegt und immer solo unterwegs ist.
Servus und alles Gute,
Gerhard
.... die Schräglage ist die Stiefschwester deines Schutzengels ...

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Re: Conti RoadAttack 3

#112 Beitrag von gegu » 21. August 2018, 11:22

Kurze Zwischenbilanz nach ca. 3400 km (BAB ca. 1300 km) Südtirol - Trentino und zurück:

VR von li nach Mitte nach re: 3,4 - 4,0 - 3,5 mm NEU: 4,9 - 5,0 - 4,9 mm
HR von li - M - re: 3,7 - 5,0 - 4,0 mm NEU: 5,6 - 7,0 - 5,6 mm (jeweil von mir +/- gemessen)
Kleine, enge Pässe wie Gavia, Kaiserjägersteig & Co, sind natürlich nicht so "fordernd" wie Mendel- oder Tonalepass o... oder heimische Gefilde.
Allzeit gutes Gefühl gehabt, nun auch bei Regen, teilweise wolkenbruchartig (Manghenpass), kaum Rutscher, schönes Handlung.

Servus und gute Fahrt
Gerhard
.... die Schräglage ist die Stiefschwester deines Schutzengels ...

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Re: Conti RoadAttack 3

#113 Beitrag von Weissblau » 8. September 2018, 10:29

Mein Reifensatz CRA3 GT habe ich nach ca. 7500 km gewechselt. Hätte noch über 500 weitere km gemacht.
Mit dem GT hatte ich keinen Versetzer; war zufrieden.

Da ich auch nur brutto ca. 74 kg auf die R bringe + weil mir das Abschneiden in dem weiter oben aufgeführten Vergleichstest nicht zugesagt hat, wurde es der ohne GT. Meine erste Sauerlandtour lief wieder zu meiner Zufriedenheit.
Ich mag den Road Attack 3. Ein tolles Produkt!

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Re: Conti RoadAttack 3

#114 Beitrag von Alpenbummler » 8. September 2018, 10:59

Was mich von dem CRA3 ohne GT abhält (und damit vom CRA3 überhaupt) ist die fehlende Zulassung für die R. Hast du keine Bedenken dass dir da mal ein Richter/Gutachter einen Strick draus dreht?

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Re: Conti RoadAttack 3

#115 Beitrag von Weissblau » 8. September 2018, 12:12

Wie viele andere Besitzer habe ich auch erst, aufgrund der Freigabe, den GT gewählt.
Da ich aber miterleben durfte wie mein Bekannter, der immer die Reifen für uns besorgt und montiert (+ den Reifenservice auf manchen Rennstrecken durchführt), + den verstärkten GT auf die Felgen zog + mir seine Meinung dazu sagte + ich mit meiner R nicht ansatzweise auf eine maximale Beladung / Belastung komme, wurde es nun der normale RA3. Dabei habe jetzt auch ein ruhiges Gewissen.
Das der Reifen sich von der Felge verabschiedet ist mehr als unmöglich und er wird auch nicht zerfleddern.

Vergleichen wir die Freigaben mit anderen Motorrädern. Zum Beispiel hat die Yamaha XJR 1300 (235 kg) eine Freigabe erhalten. Die R1200R wiegt 238 kg. Natürlich ist mir bewusst das es nicht nur um das Gewicht geht! Es geht auch um die Geometrie, Zuladung, Geschwindigkeit .... Fahrverhalten.

Sollte meine R in einen Unfall mit geschädigten Dritten kommen und es ggf. zu einer Begutachtung des Hergangs / Fahrzeuges kommen und festgestellt werden das ich einen Reifen ohne Reifenherstellerfreigabe nutze ist es erstmal egal, da ja unsere R keine Reifenbindung hat.

Als zweites kommt dann eventuell die Frage auf, ob dieser Reifen die Ursache war oder ein Mitverschulden an dem Unfall hat. Diesbezüglich mache ich mir tatsächlich keine Sorgen.

Falls ich irgendwo reinbretter wird sicherlich nirgends stehen "Der Reifen ist daran schuld!". Es wird heissen "Der Fahrer hat gepennt!"
Falls ich mit der R im Acker lande, wird es niemanden interessieren. Da ich keine Vollkasko habe und somit keine Versicherung in Anspruch nehme.
Zuletzt geändert von Weissblau am 8. September 2018, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Conti RoadAttack 3

#116 Beitrag von gerreg » 8. September 2018, 12:29

Es reicht wenn Du einen kundigen Polizisten hast. Der legt Dir die Karre wegen erloschener Betriebserlaubnis still.

Wenn ein Unfall passiert, reicht der Versicherung das Du mit einem nicht zugelassenen Reifen mit erloschener Betriebserlabnis unterwegs warst. Denn normalerweise wär der Unfall nicht passiert, da Du nicht auf die Strasse gedurft hast.

Aber es muss jeder selber wissen wie Cool er unterwegs ist! 8)
Gruß

Gerd

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Ich bin Oberpfälzer, kein Franke! Ein kleiner aber wichtiger Unterschied!
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Re: Conti RoadAttack 3

#117 Beitrag von Weissblau » 8. September 2018, 12:32

gerreg hat geschrieben:
8. September 2018, 12:29
Es reicht wenn Du einen kundigen Polizisten hast. Der legt Dir die Karre wegen erloschener Betriebserlaubnis still.

Wenn ein Unfall passiert, reicht der Versicherung das Du mit einem nicht zugelassenen Reifen mit erloschener Betriebserlabnis unterwegs warst. Denn normalerweise wär der Unfall nicht passiert, da Du nicht auf die Strasse gedurft hast.

Aber es muss jeder selber wissen wie Cool er unterwegs ist! 8)
Sorry, das ist komplett falsch.
Die BE erlischt nicht! Wie gesagt, die aktuelle R1200R unterliegt keiner Reifenbindung.

Kein Beamter, kein Prüfer bei der HU wird etwas machen können / wollen.

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Re: Conti RoadAttack 3

#118 Beitrag von Alpenbummler » 8. September 2018, 12:38

Ich bin kein Jurist oder Gutachter und weiß daher schlichtweg nicht, ob die BE erlischt oder nicht.

Richtig ist, dass die R keine Reifenbindung hat. Aber heißt das, dass man einfach alles draufmachen kann?

Oder heißt das, dass man alles vom Reifenhersteller freigegebene draufmachen kann?

Keine Ahnung, daher die Frage.

Das alles ist aber kein Grund sich gegenseitig anzugehen. Lasst uns sachlich bleiben.

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Re: Conti RoadAttack 3

#119 Beitrag von Weissblau » 8. September 2018, 12:55

Das ist ein sehr allumfassendes Thema und kann kaum in wenigen Sätzen abgehandelt werden. Auch weil es Gesetzesüberschneidungen gibt. Ich haue jetzt mal was raus:


- Keine Reifenbindung, kein Erlöschen der BE
- man muss das aufziehen was in den Papieren steht (Größe, Dimension)
Ansich war es das.


Ist aber nicht der Fall falls es mal um Haftung gehen sollte.
- BMW hält sich raus; da keine Reifenbindung
- der jeweilige Reifenhersteller haftet erstmal grundsätzlich für sein Produkt
- er prüft seine Reifen auf einigen Fahrzeugen
- er erteilt Freigaben oder auch nicht
- wenn er eine Freigabe erteilt hat haftet er formell für dieses Produkt auf diesem Fahrzeug

- wenn der Reifenhersteller keine Freigabe erteilt, haftet er nicht für sein Produkt i. Verb. mit diesem Fahrzeug
Somit klar!


Der Besitzer / Fahrer des Fahrzeuges haftet für sein Fahrzeug.
- wenn er Reifen ohne Freigabe nutzt, ist er ggf. haftbar
- BMW hält sich raus; ist aus dem Schneider
- der Reifenhersteller ist aus dem Schneider, wenn der Fahrzeugbesitzer Reifen ohne Freigabe nutzt

Sollte nun nachgewiesen werden das der Reifen ohne Freigabe die Ursache für den Verkehrsunfall ist/war, kann sich der Geschädigte an den Halter/Fahrer halten.
Sollte der Reifen nicht im ursächlichen Zusammenhang stehen (in den meisten Fällen sicherlich der Fall), ist der Reifen ohne Freigabe ja auch nicht im Gespräch. Er spielt dann ja keine Rolle!

Das Fahrzeug war / ist weiterhin mit seiner BE auf der Strasse unterwegs!! Es erlischt keine Zulassung! Dies gilt immer, bei allen Fällen.
Aber: Die Haftung für den benutzen Reifen ohne Freigabe liegt im letzten Fall beim Halter/Fahrer.
Zuletzt geändert von Weissblau am 8. September 2018, 13:03, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Conti RoadAttack 3

#120 Beitrag von Alpenbummler » 8. September 2018, 13:02

Das klingt alles logisch.

Der Halter/Fahrer setzt sich damit dann aber schon einer Auseinandersetzung aus, die sehr unerfreulich verlaufen kann, oder nicht?

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Re: Conti RoadAttack 3

#121 Beitrag von Weissblau » 8. September 2018, 13:08

Ausserhalb von Deutschland wird es überhaupt keine Rolle spielen, da dort mit keinerlei Reifenfreigaben gearbeitet wird.
In DE könnte es in Einzelfällen dazu kommen, das ein Sachverständiger die Reifen ins Spiel bringt, wenn man vermutet das der/die Reifen die Unfallursache sein könnten. Dabei geht es nicht um die Prüfung einer Zulassung. Es geht um die Frage der Ursache und der sich daraus ergebenen Haftung!

Aber die tägliche Praxis bei Verkehrsunfällen, verursacht durch Motorräder, sieht doch meistens so aus, das der Fahrer selber der Verursacher ist und kaum "ein sich auflösender Reifen".
Du weisst wie ich es meine?!

Hier ist es für mich recht einfach:
CONTI produziert einen Reifen in zwei Varianten. Die entscheiden welche Version für welches Krad angebracht ist.
Die GT Variante ist für schwere Tourer gedacht. Nun, die R1200R mit ihren 238 kg liegt irgendwie wohl in dem Übergang und man muss sich nunmal entscheiden bei Conti. Nun ist die R der GT Version zugeordnet. Fertig!

ICH würde sicherlich wenn ich 100 - 120 kg wiegen würde oder ich mit einer 90 kg Sozia + ich mit Koffer fahren würde die GT Version nutzen! Dann passt es wohl in das Nutzungsprofil des GT.

Aber ICH wiege ca. 63 + 10 kg Schutzbekleidung und fahre zu 99,8 % solo. Mit mir wird nie irgendein Reifen an seine konstruktive Grenze geraten.

Deswegen ...... RA3 ohne GT.

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Re: Conti RoadAttack 3

#122 Beitrag von Weissblau » 8. September 2018, 13:35

Alpenbummler hat geschrieben:
8. September 2018, 13:02
Das klingt alles logisch.

Der Halter/Fahrer setzt sich damit dann aber schon einer Auseinandersetzung aus, die sehr unerfreulich verlaufen kann, oder nicht?
Wie gesagt, es gibt nie eine Diskussion bei der anstehenden HU, bei einer Verkehrs- Fahrzeugkontrolle.

Was haben wir bei einem Unfall mit Dritten? Worum geht es? Es geht um denjenigen der es verursacht hat.
Entweder ist der eine oder der andere schuld. Oder man hat eine Teilschuld. Der Reifen, der Auspuff, die Felge, ..... etc. wird kaum schuld sein. Die Fahrer machen die Fehler. So ist es.
Wir reden hier nicht von Reifen aus denen bereits das Gewebe schaut, von Bremsbelägen die bereits bis auf dem Metall runter sind ...... usw.

Jetzt nicht wörtlich nehmen, sondern nur den Sinn übernehmen. :wink:

Davon abgesehen, muss man deinen Bedenken natürlich zustimmen. Um in DE jegliche Haftungsfragen zu vermeiden, sollte man sich an die Reifenherstellerfreigaben halten.
Es sei denn man glaubt fest an die Qualitäten des Reifenherstellers und an dessen Produkt :)

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Re: Conti RoadAttack 3

#123 Beitrag von Pazific » 8. September 2018, 14:48

Es ist nur so, das Conti nicht nur keine Freigabe für den CRA3 ohne GT gibt, sondern Bedenken gegen die Verwendung auf der BMW R1200R/RS äußert.
Deswegen wurde der Test in der PS und Motorrad mit dem GT gemacht.
Das Risiko ist mir persönlich zu hoch, ich habe mich nach Abwägung aller Pros und Cons (Angel GT ähnliche Problematik mit A typ)
für den Michelin Road 5 entschieden und habe jetzt > 1000 km zurückgelegt und bin hochzufrieden.
Gute Haftung, gute Eigendämpfung, lenkt sich m.M. noch besser als der PR4 den ich davor als Erstausrüstung hatte, guter Geradeauslauf, nur 1 Typ, keine Probleme mit der Reifenfreigabe.
Ich wüßte bisher nicht, was ich vermissen würde. Haltbarkeit werde ich sehen. Der PR4 hat ca. 7500 km gehalten, hätte auch noch ca. 500 km gehalten aber von dem war ich nicht so 100% überzeugt. Der R5 war von km1 an vertrauenserweckend.
Also so gut ist der CRA3 auch nicht, um das Risiko zu gehen. Meine Meinung, kann aber jeder halten, wie ein Dachdecker.

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Re: Conti RoadAttack 3

#124 Beitrag von KlausRS » 8. September 2018, 17:07

Pazific hat geschrieben:
8. September 2018, 14:48
Meine Meinung, kann aber jeder halten, wie ein Dachdecker.
👍 so isses.......
Wie schnell ist nichts getan :wink:

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Re: Conti RoadAttack 3

#125 Beitrag von gerreg » 8. September 2018, 21:08

Nix für Ungut!

Ist aber trotzdem Käse was du schreibst! Das Gewicht wird nicht nach dem aktuellen "Fliegengewicht" berechnet das drauf hockt sondern nach dem max. zulässigen Gesamtgewicht für das die Maschine vom Hersteller freigegeben ist.

Schau Dir Das hier mal an:

https://www.adac.de/_mmm/pdf/Reifenfrei ... _29840.pdf

Da ist alles zusammengefasst!

ABE besteht nur wenn eine gültige Freigabe existiert! Die gibt es mit Deiner Kombi nicht!

Bei mir hat heuer der TÜV nach dem GT gesucht. An einem schönen Nachmittag vor einiger Zeit in der Fränkischen Schweiz, hatte ein Herr in grüner Uniform nach dem Kürzel GT auf den Rädern gesucht! Wenn ich das nicht drauf gehabt hätte, wäre es bestimmt teuer geworden!
Gruß

Gerd

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