Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

technische Probleme und Lösungen
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jojosamlady
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Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#1 Beitrag von jojosamlady »

Hallo Leute,

Bei den Neuvorstellungen habe ich mich vor kurzem schon verewigt.
Ich fahre aktuell eine Honda Pan European 1300 mit 326KG Leergewicht. Diese soll demnächst verkauft werden. Anschließend möchte ich einen schönen, zuverlässigen Tourer kaufen. Optisch gefällt mir die K1300GT sehr gut. Es wäre sehr nett, wenn mir Mitglieder des Forums ihre Langzeiterfahrungen mitteilen könnten.
Also etwa so:
Gekauft 2010
Kilometer aktuell
Reparaturen/Probleme
Wartungskosten ca. Ist eh in jeder Werkstatt anders
Zufriedenheit mit der Werkstatt/Service bei BMW
Reifenempfehlung
Ölverbrauch
Allgemeine Zufriedenheit
Was mich auch sehr interessiert: Ist das Getriebe wirklich so laut beim Schalten wie man oft hört oder liest?

Freue mich über jede Erfahrung eurerseits und danke allen im Voraus.

Gruß

Jürgen

PS: Sollte jemand im Umkreis von ca. 100 KM wohnen und bereit sein mir sein Motorrad mal näher zu erklären, wäre das natürlich spitze. Denn von einem der diese Maschine seit mehr als 10 Jahren fährt, verspreche ich mir mehr Info als von einem Motorradhändler.
Tom_Bo
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#2 Beitrag von Tom_Bo »

Hallo Jürgen,
so richtige Langzeiterfahrungen habe ich (noch) nicht, dafür hab eich zwei K1300GT (weil sie mir so gut gefielen ;-))
Die eine hat jetzt 85.000km gelaufen,(Bj2011, Exclusive, grau) Ölverbrauch auf 10.000km einen halben Liter, man muß also einmal nachfüllen.
Gebraucht gekauft 2018, Sitzheizung war beim Kauf defekt, alle Inspektionen selber gemacht.
Die zweite (2010), ebenfalls 2018 gekauft mit 18.000km, hat jetzt erst auch erst 35.000km weg, Ölverbrauch wie die erste. Ohne Auffälligkeiten.
Reifen und Bremsbeläge halten Fahrabhängig, Verbrauch um die 6L.
Fahre 10W50 Castrol und sehr schön fahren die Michelin Road GT5(6), der Conti RA3 war völlig überfordert, wenn man es mal richtig gehen liess, dann hat das Profil sehr gelitten.

Was aber zu Bedenken ist:
Das Moped hat ja quasi alles immer in Vollausstattung, (war ja mal so ein richtig teurer Brocken)und ist super verkleidet.
Das macht die großen Inspektionen (alle 30.000km) ziemlich aufwändig, wenn man es selber macht, spielt die Zeit natürlich nicht die Rolle, man braucht aber schon einige Schraubererfahrung und auch div. Sonderwerkzeuge (Für die Nockenwellendemontage beim Ventileinstellen z.B. oder auch den Arretierer der Kurbelwelle. Dazu sollte man auch eine Vakuumpumpe zum evakuieren des Kühlwasserkreislaufes haben (Auch beim Kerzenwechsel schon benötigt, der Kühler muß raus).
Geht alles, sollte amn nur vorher wissen, was auf einen zukommt.
Da ich alles elber mache habe ich k.A. was so eine große Inspektion bei BMW kostet, wird aber vermutlich nicht mehr im 3 stelligen Bereich liegen.

Dafür fährt das Moped m.M.n. aber Endgeil, viel besser als meine GS LC z.B.!

Gruß, Tom
Zuletzt geändert von Tom_Bo am 22. September 2023, 11:29, insgesamt 1-mal geändert.
Tom_Bo
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#3 Beitrag von Tom_Bo »

doppelt...
jojosamlady
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#4 Beitrag von jojosamlady »

Hallo Tom,

Vielen Dank für deine ausführliche Info. Hat mir schon mal sehr viel weitergeholfen.
Ventilspiel einstellen würde ich machen lassen (müssen). Ich muss beim Händler eine Sitzprobe und Probefahrt machen. Ist aber immer gut Vorabinformationen zu haben. Ventilspielkontrolle sollte nicht zu lange her sein bzw. nicht gleich anstehen.
Ich werde das in Ruhe angehen lassen. Bei meiner Honda PAN European 1300 habe ich das Gefühl auf dem Motorrad zu sitzen, nicht im Motorrad. Vielleicht liegt es auch an meinen kleinen 1,70m.
Muss es ausprobieren.

Gruß aus Unterfranken

Jürgen
Freak
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#5 Beitrag von Freak »

Hätte bis vor 2 j die 1200 GT,musste sie aus krankheitsbedingten Gründen verkaufen,nun darf ich wieder fahren und mit gefällt die 1300 GT
Jetzt ist mir eine angeboten worden,alle Inspektionen, TÜV bis 2025 aber schon 115 tausend gelaufen, lohnt es sich? Bin technisch kein Fachmann,was würdet ihr empfehlen
Danke
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LuK
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#6 Beitrag von LuK »

Ich habe meine 13GT ca. 40 Tkm gefahren. Hatte wirklich viel „Freude am Fahren“ damit und nie ein technisches Problem… Die bekannten Rückrufe wurden gemacht, die regelmäßigen Inspektionen natürlich auch…
Eine Maschine mit hoher Laufleistung zu übernehmen, ist immer mit einem Restrisiko verbunden, man steckt eben nicht drin, kennt die Vorgeschichte nicht wirklich, den Fahrstil wie sie gefahren wurde usw… Grundsätzlich würde ich die 13er aber immer empfehlen und einer 12er unbedingt vorziehen!


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Tom_Bo
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#7 Beitrag von Tom_Bo »

@Freak:
Dann muß die aber schon sehr billig sein! Bis dahin sind ja am Fahrwerk auch einige Sachen fällig geworden, wie z.B. Kugelköpfe der Lenkung, Kardanwelle ist auch nicht mehr so frisch, die Kupplung vermutlich auch schon neu? Stoßdämpferfunktion wird auch nicht besser..., genau wie die Bremsen. Wenn das alles regelmässig gemacht bzw. schon erneuert wurde, ok, wenn nicht, Finger weg, das wird teuer, für "Nichtselbermacher" das K.O.
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beno
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#8 Beitrag von beno »

Das ist eine Preisfrage, und man weiß nie, wie die Maschine gefahren wurde.
Wie viele Vorbesitzer hat die Maschine?
jojosamlady
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#9 Beitrag von jojosamlady »

Hallo Leute,

Nachdem ich die Zuverässigkeit von Honda gewohnt bin und auch Honda Foren wirklich super und hilfsbereit kennen gelernt habe, ist es nun eine HONDA NC750X mit Doppelkupplungsgetriebe geworden.
Baujahr 2021
Mit viel Ausstattung
18.800 KM gelaufen
Ca. 100 KG leichter als die PAN European 1300
54 PS

Aber ich fühle mich sehr wohl.
Sie bekommt jetzt noch eine
Kühlerabdeckung,
Sitzbank wird modifiziert und
Zusatzscheinwerfer.

Wünsche euch alles Gute mit euren BMW‘s und anderen Fahrzeugen.
Gruß
Jürgen
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#10 Beitrag von teileklaus »

komisch erst sich für eine 1300 er mit 160 PS interessieren dann aber eine 54 kaufen?
Beide haben ihre Berechtigung, :thumbup: Und sicher ist das ein ausreichendes und dazu sparsames Motorrad, das werd ich auch mal Probefahren.
Praktische Lösungen mit der Klappe.

aber wenn ich Hunger habe dann kaufe i c h sicher kein unbelegtes Sparbrötchen wenn ich ein Brot haben kann.
jojosamlady
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#11 Beitrag von jojosamlady »

Hallo teileklaus,

Ich gebe dir Recht. Der Unterschied ist schon beachtlich. Was du natürlich nicht wissen konntest: Ich habe zu Hause noch eine Honda CBR1100XX mit 152 PS. Gesundheitlich hat sich bei mir etwas geändert und deshalb musste etwas leichteres her. Für mich aktuell der beste Kompromiss. Als ich gehört habe das die NC750X nur 54 PS hat, wollte ich sie eigentlich nicht Probefahren. Aber es macht mir riesig Spaß und zum flotten Fahren habe ich die XX.
Manchmal ändern sich im Leben die Umstände und es macht Sinn darauf zu reagieren.

Gruß
Jürgen
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WalterP
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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#12 Beitrag von WalterP »

Mal zur Zuverlässigkeit der K1300S, ich fahre jetzt schon die 3. K13S!
Nr. 1 in 2012 neu gekauft und über 80.000 km gefahren, die zweite auch über 80tsd km gefahren. Jetzt die 3. K 13S - kommt nächste Woche zur 80 tsd. Inspektion in die Werkstatt.
Bisher keine großen außerordentliche Kosten, außer Versicherung , Steuer, Reifen und Inspektion etc.
Ein super Bike mit viel Dampf und Spaß - jederzeit wieder!!!
Grüße aus dem Fürstentum WALDECK
Walter

Ein Leben ohne Motorrad ist möglich…aber nicht sinnvoll !


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Re: Langzeiterfahrung BMW K1300 GT

#13 Beitrag von teileklaus »

Alles gut, wenn man die Sportlichkeit ewas zurücknimmt, ist das ein sicher problemlos zu fahrendes Moped das sehr sparsam ist.
Die Honda gibts auch mit flotten 58 PS.. Da hat Honda noch mal nachgelegt weil die "Alte" etwas müde war.
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