Franz, wer beim Motorradfahren seine Grenzbereiche nicht kennt, lebt gefährlich.
Wer z.B. seine Schräglage nicht kennt, kann im Ernstfall nie einschätzen wo er sich bewegt und wie viel Gad ihm noch zur Verfügung stehen. Wer noch nie eine Gefahrenbremsung, aus sagen wir mal 100 km/h (Landstraßentempo), gemacht hat, wird im Ernstfall immer Probleme bekommen, weil er vielleicht Bremsweg verschenkt oder überbremst oder oder….
Defensives Fahren ist nicht immer angebracht. Um Erfahrungen zu sammeln muss ich auch schon mal meine Grenzen ausloten. Ich muss nur wissen wie, wo, wann und warum ich es mache.
Im normalen Straßenverkehr sollte ich immer auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein. Bin ich es nicht, hat es eventuell schlimme Folgen.
Flüssiges fahren hat nicht unbedingt etwas mit Raserei zu tun. Wo der eine locker durch die Kurve fährt, sitzt der andere vielleicht schon verkrampft auf seinem Moped.
Zum flüssigen Fahren gehört für mich ein Reifen zu dem ich bei jedem Wetter Vertrauen habe, denn er ist der direkte Kontakt zur Straße.
Deswegen sind für mich gesetzliche Vorschriften nur eine Richtlinie, die mir als Anhaltspunkt dienen, die ich aber niemals erreiche.
Motorradfahren ist für mich Hobby und da tue ich alles dafür, dass es mir Spaß macht. Am Reifen spare ich da als letztes.
Sonst lasse ich es lieber!
Deswegen wechsel ich meine Reifen lieber früher als später.
