Norwegen 2018 Fragen über Fragen

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007_BMW
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Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#1 Beitrag von 007_BMW » 18. März 2018, 10:53

Moin Zusammen,

habe jetzt schon so einige Foren nach Informationen gesucht, aber nicht wirklich Anworten gefunden. :shock:

Deswegen eröffne dieses Thema eröffnet und hoffe auf Antworten.

Wir haben vor, ende Juli für 9-10 Tage nach Norwegen zu fahren.
Geplant ist, das Jedermannsrecht zu nutzen.
Anfahrt soll über Dänemark / Hirshals nach Norwegen / Kristiansand sein.

Jetzt kommen meine Fragen an die Norwegen Freaks von euch.
- Welche Ziele sollte man auf der ersten Norwegentour anfahren? Es geht ums Anfixen :wink:
- Was sollte man als Tagenetappen einplanen?
- Woran kann ich Teerstraßen erkennen? Wir haben einen Supersportler dabei.
- Was kosten die Fähren in Norwegen?
- Wie sieht die Chance aus doch mal eine Hütte ohne vorbuchen zu bekommen?
- Gibt es Strecken die man meiden sollte?

Bin mal gespannt auf die Antworten und die neuen Fragen die sich daraus ergeben.
Thomas

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Alpenbummler
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#2 Beitrag von Alpenbummler » 18. März 2018, 14:21

Da sind viele Fragen dabei, die man nicht "mal kurz" beantworten kann. Was ich aus eigener Erfahrung berichten kann:
- Fjord-Norwegen (die Westküste bis Alesund) ist der Hammer. Das ist touristisches MUSS.
- 200 km am Tag können schon zu viel sein wenn du entlang der Küste oft auf Fähren warten musst. Außen rum um den Fjord kann aber noch länger dauern.
- Straßenzustand über Street View?
- Die Fähren sind nicht extrem teuer. Ein paar Euro pro Fahrt - je nach dem auch, wie lang die Strecke ist. Norwegen ist allerdings kein Schnäppchenland.
- Ich war in Hotels. Hütten liest man so und so. Ende Juli ist schon was los in Norwegen. Mit Kompromissen sollte man aber eigentlich immer was finden.
- Die E6 muss man mit dem Moped meiden - auch wegen den Geschwindigkeitskontrollen, die auf dieser langweiligen Strecke zuhauf gemacht werden.

Viel Spaß auf dieser tollen Tour. 9-10 Tage ist eher knapp. Da werdet Ihr nicht "fertig" werden.

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Chesse
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#3 Beitrag von Chesse » 20. März 2018, 11:07

Hallo Thomas

Alpenbummler hat Dir ja schon ein paar Tips gegeben.
Hätte vieleicht noch folgendes hinzu zufügen:

Meiner Meinung nach ist der sympatischste Einstieg für Norwegen die Fährverbindung nach Kristiansand. Und diese hast Du ja bereits in Deiner Planung.
An der E39 liegen jede Menge hübscher Küstenorte, wie Mandal, Grimstad, Lillesand, Risør . . . usw.
Östlich von Stavanger liegt der Lysefjorden mit dem Predigerstuhl. Der Prekestolen ist ein high light und allemal den mehrstündigen Fussmarsch wert.
Die E39 jedoch ist saulangweilig, stark befahren und weiter nicht zu empfehlen.

Ich würde Richtung Norden aufbrechen, z.B. auf der 9 durchs Telemark. Es folgt er Hardangerfjord mit seinen Obstplantagen und toller Landschaft. Von Bergen weiter nach Ålesund, vorbei am Geiranger (nimm hier auch den Dalsnibba mit -muste mal googlen), Trollstigen, Atlangerhavsveien sind weitere high lights. Abgesehen davon wirst Du überall links und rechts von dieser Route weitere Strassen und Landschaften finden die Dir den Atem nehmen werden. Diese alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Abgesehen davon ist der Zeitraum 9-10 Tagen wirklich etwas knapp bemessen.

Mein Tipp, nimm Dir lieber etwas mehr Zeit und fahr weiter Richtung Norden. Hinter Trondheim, an der Küste kommst Du nach Helgeland. Ein Küstenstrich der bis nach Bodø reicht. Fantastische Natur, einsame Strassen, Sandstrände (baden nur für Abgehärtete).
Dann nimmst Du die Fähre von Bodø nach Moskenes auf den Lofoten, und weiter auf die Vesterålen . . . Senja

Schau mal nach was Du so an Videos auf Youtube findest.

Viel Spass beim stöbern
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#4 Beitrag von Alpenbummler » 21. März 2018, 23:52

Wow Chesse, du beschreibst eine 4-Wochen-Tour (mindestens). Stimme dir aber vollkommen zu. Alles super.

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#5 Beitrag von farbschema » 21. März 2018, 23:57

Jetzt kommen meine Fragen an die Norwegen Freaks von euch.
- Welche Ziele sollte man auf der ersten Norwegentour anfahren? Es geht ums Anfixen :wink:
Südwesten
- Was sollte man als Tagenetappen einplanen?
250 - 400+ km
- Woran kann ich Teerstraßen erkennen? Wir haben einen Supersportler dabei.
Straßen sind ok. z.T. gibts heftige Schotterecken, gerade bei Baustellen. Beim Campen am Waldrand manchmal matschig. Supersportler würde mir da keinen Spass machen.
- Was kosten die Fähren in Norwegen?
normal, je nach Strecke und Saison. Vorher buchen z.T. deutlich günstiger. Fahrten zu unbeliebten Zeiten auch.
- Wie sieht die Chance aus doch mal eine Hütte ohne vorbuchen zu bekommen?
je näher an Hauptrouten, umso schwerer, abhängig von Saison und Wetter.
Mit 2 Leuten hatten wir keine Probleme. Fast keine.

Lies mal meine Infos im Fred Nordkapp 2017, da steht schon einiges zu drin.

Viel Spass in Norge!
Grüße, Felix
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Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#6 Beitrag von Chesse » 22. März 2018, 08:34

Thomas

Wenn Ihr aus Melle amnfahrt, verschwinden bereits 2 Tage auf der Autobahn (tur-retur).
Da bleiben für die eigentliche "Reise" Norwegen nur noch 7-8 Tage übrig. Das ist gar nichts. Das ist so als wenn man in ein Feinschmeckerrestaurant geht und sich dann nur eine kleine Vorspeise gönnt. Anstatt eines mehrgängigen Menüs.

Aber wenn Ihr nicht mehr Zeit zur Verfügung habt . . .
dann empfehle ich Euch den ersten Teil meines vorherigen Vorschlages. Von Kristiansand bis Kristiansund. Fahrt eine westliche Route rauf, und dann eine östliche Route wieder runter. Zur westlichen habe ich ja bereits was gesagt. Die östliche könnt Ihr auf der 70 fahren über Opdal, von hier bis Hjerkinn auf der E6 übers Dovrefjell. Hier lohnt sich ein Halt für eine Moskussafari. Dann weiter über die 27 Richtung Osten. Entweder fahrt ihr über Röros (empfehlenswerte Stadt) weiter und über Schweden nach Hause, oder Ihr zweigt bei Alvdal nach Süden ab und folgt der 3 in Richtung Oslo.

Auf dieser Reise werdet Ihr zwei verschiedene Gesichter Norwegen kennenlernen. Die Fjorde und Küsten und das Inland.

Euer Kumpel mit dem Supersportler wird Euch auf der Reise sicher nicht verloren gehen, aber auf Tourenmaschinen habt Ihr sicherlich mehr Freude an der Reise. Der letze Winter war ziemlich hart und hat ne Menge Strassenschäden hinterlassen. Die Strassen sind eigentlich durchgehend asfaltiert, und solange Ihr nicht auf die allerkleinsten weissen Strassen auf Eurer Karte abbiegt, entgeht Ihr auch Schotterstrassen. Natürlich müsst Ihr streckenweise mit Strassenarbeiten rechnen, und solche Abschnitte können natürlich auch geschottert sein.

God tur i Norge
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#7 Beitrag von Chesse » 22. März 2018, 08:47

Alpenbummler hat geschrieben:
21. März 2018, 23:52
Wow Chesse, du beschreibst eine 4-Wochen-Tour (mindestens).
Alpenbummler

Ja kann sein, kommt immer darauf an wie lange man im Sattel sitzt.
Meine Tagesetappen liegen meistens bei 8 - 10 Stunden (wenn ich Solo fahre). Das macht ca 300 - 500 km am Tag.
Im letzten Jahr fuhr ich mit Freunden von Bergen über Trondheim, Helgeland nach Bodø und weiter mit der Fähre nach Moskenes auf den Lofoten. Von dort über Narvik auf der B6 zurück nach Hause. Brauchte für diese Strecke 8 Tage. 3600km.

Wenn meine Frau mitfährt sind die Etappen natürlich etwas kürzer. Dann fahren wir in der Regel nicht länger als 5 Stunden pro Tag.

Werde Ende Mai für eine 2-wöche Tour wieder Richtung Norden aufbrechen. Über die Vesterålen, Senja, Tromsø in die Finmark. Evtl. zum Nordkapp (wenn es nicht nur im Nebel liegt) und dann über Finland und Schweden wieder zurück. Ca 5000 km.
Übernachtet wird in Hütten auf Campingplätzen.

Freue mich schon riesig auf diese Tour.
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#8 Beitrag von Alpenbummler » 22. März 2018, 10:18

Ich glaub' du bist ein Harter Chesse :-) .

Aber vielleicht ist der 007-BMW-Thomas ja auch einer.

Mich bremsen die Foto- und Guckstopps. Aber irgendwie müssen die für mich sein.

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#9 Beitrag von Chesse » 22. März 2018, 10:44

Alpenbummler hat geschrieben:
22. März 2018, 10:18

Mich bremsen die Foto- und Guckstopps. Aber irgendwie müssen die für mich sein.
Kann ich verstehen, denn Du wohnst ja nicht in Norwegen, und siehst das Land als Tourist.
Ich bin schon seit 27 Jahren hier oben, und habe ich and son büschen an den Anblick der wilden Natur gewöhnt.
Soll aber auch heissen dass ich es trotzdem noch sehr geniesse, nur halte ich nicht mehr an jeder windschiefen Birke an :wink:
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#10 Beitrag von Alpenbummler » 22. März 2018, 15:08

A sooo. Dann ist ja alles klar. Wir können ja mal zusammen durch's Allgäu fahren. Dann verstehst du vielleicht was ich meine ... :-) .

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#11 Beitrag von Chesse » 22. März 2018, 15:23

Alpenbummler hat geschrieben:
22. März 2018, 15:08
A sooo. Dann ist ja alles klar. Wir können ja mal zusammen durch's Allgäu fahren. Dann verstehst du vielleicht was ich meine ... :-) .
Da komm ich gerne drauf zurück, wenn Du mir dann versprichst auf mich zu warten, wenn ich jede glückliche Kuh mit ihrer Glocke photografiere :lol: :lol: :lol:
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#12 Beitrag von Alpenbummler » 22. März 2018, 16:32

:lol: :lol: :lol:

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#13 Beitrag von Larsi » 22. März 2018, 17:29

Ich war schon länger nicht in N, aber für mich passte damals die Faustregel "2/3 bis max 3/4 der Tageskilometer von zuhause".

Fürs erste Anfüttern ist auch mein Tipp, eine Rundtour im Südwesten zu fahren. Küste rauf in etwas über der Hälfte der Zeit, weil man dort eher trödelt oder mal auf Fähren wartet ... Inland runter, dort lässt sich zur Not vertrödelte Zeit wieder reinholen.
Kristiansand/-sund scheint mir ein guter Richtwert. 6 Tage rauf, 4 Tage runter.

Gruß Lars

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#14 Beitrag von 007_BMW » 23. März 2018, 06:26

Chesse hat geschrieben:
20. März 2018, 11:07
Hallo Thomas

Alpenbummler hat Dir ja schon ein paar Tips gegeben.
Hätte vieleicht noch folgendes hinzu zufügen:

Meiner Meinung nach ist der sympatischste Einstieg für Norwegen die Fährverbindung nach Kristiansand. Und diese hast Du ja bereits in Deiner Planung.
An der E39 liegen jede Menge hübscher Küstenorte, wie Mandal, Grimstad, Lillesand, Risør . . . usw.
Östlich von Stavanger liegt der Lysefjorden mit dem Predigerstuhl. Der Prekestolen ist ein high light und allemal den mehrstündigen Fussmarsch wert.
Die E39 jedoch ist saulangweilig, stark befahren und weiter nicht zu empfehlen.
Das versuche ich mal in Meiner Routenplanung ein zu bauen.
Chesse hat geschrieben:
22. März 2018, 08:34
Thomas

Wenn Ihr aus Melle amnfahrt, verschwinden bereits 2 Tage auf der Autobahn (tur-retur).
Da bleiben für die eigentliche "Reise" Norwegen nur noch 7-8 Tage übrig. Das ist gar nichts.

Aber wenn Ihr nicht mehr Zeit zur Verfügung habt . . .
Leider haben wir tatsächlich nicht mehr Zeit. Der Rest meines Jahresurlaubs ist schon für Malta und die Isle of man und ein paar verlängerte Wochenenden drauf gegangen.
Wir wollen uns in einem Tag da hoch beamen. Entweder mit Übernachtung in Dänemark oder schon in Norwegen.
Geplant ist nach den ersten Antworten, dass wir bis nach Trondheim kommen wollen. Im Zick Zack über Stavanger, Bergen, Ålesund ... . Werde mir aber Deine Tour noch mal genauer ansehen.
Den Rückweg haben wir noch offen gelassen. Lohnt sich ein Besuch von Oslo?
hat geschrieben:Alpenbummler post_id=656885 time=1521710308 user_id=28312]

Mich bremsen die Foto- und Guckstopps. Aber irgendwie müssen die für mich sein.
Denke da ticken wir gleich. Guckstopps müssen eingelegt werden. Kamera gehört natürlich in den Tankrucksack.

Danke auch an die anderen, die mir/uns ein paar gute Tipps gegeben haben.

Wie ist das mit dem Jedermannsrecht? Bremsen, Zelt aufbauen und dann ab in den Schlafsack?


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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#15 Beitrag von Chesse » 23. März 2018, 10:08

007_BMW hat geschrieben:
23. März 2018, 06:26
Den Rückweg haben wir noch offen gelassen. Lohnt sich ein Besuch von Oslo?
Oslo lohnt sich schon. Die moderne Oper, Aker Brügge, Munch Museum, Innenstadt mit Stortinget (Parlamentsgebäude) und Königsschloss und und und.
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#16 Beitrag von gerreg » 23. März 2018, 10:40

Hallo,

wir haben damals eine 11 Tagestour gemacht. Wir haben in Hostels übernachtet. Was OK war, wobei die Qualität aber auch geschwankt hat. Bis auf ein relativ abgewohntes Hostel war es aber immer Sauber und angehm! Die Preise waren höher als bei uns in DE, aber wesentlich billiger als die Hotels. Campen wollten wir nicht, weil es ja im sommer überall Mücken geben soll!

Ich hab versucht relativ viel einzubinden, aber sachen wie Trollstiegen gingen sich nicht mehr aus!

http://k1100lt.de/index.php/touren/norw ... imitstart=


Das einzige was ich relativ negativ entfand, das es keine Landgasthöfe gibt wie bei uns. In den Raststätten gab es überall das selbe Fastfood. Abends wollten wir mal in eine Norwegisches Restaurant, da wurde uns vom Hostel ein Tailänder nahe gebracht. Es gab einfach nichts. Ich denke mal wenn wir in Hotels übernachtet hätten wäre das für norwegische Verpflegung besser gewesen.

Wir hatten, laut der Aussage der Einheimischen, auch riesiegs Glück mit dem Wetter, es hat nur einen Tag geregnet.
Gruß

Gerd

http://www.reger-net.de

Ich bin Oberpfälzer, kein Franke! Ein kleiner aber wichtiger Unterschied!
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#17 Beitrag von Chesse » 23. März 2018, 13:42

Hallo Gerd

Was die Verpflegung angeht muss ich Dir Recht geben. Das ist ein leidiges Thema. Fast food gibt es an jede Ecke, aber wenn man was Anständiges essen möchte da muss man lange suchen. Und wenn man dann mal ein gutes Restaurant gefunden hat wird man von den hohen Preisen abgescheckt. Unter € 30 gibt es kaum etwas.
Empfehlenswert sind asiatische Restaurants. Hier bekommt man schon ab ca € 15 was schmackhaftes.

Nun muss man aber auch bedenken dass N, auf einer Fläche fast so gross wie D nur knapp 5 mio Einwohner hat. Das entspricht wohl ungefähr der Einwohnerzahl aus dem erweiterten Grossraum Berlins. Soll heissen das die Nachfrage nach guter Gastronomie viel geringer ist als in D.

Aus diesem Grund quartier ich mich meistens in Hütten auf Campingplätzen ein. Die Ausstattung ist oft sehr einfach, ober eine Kochgelegenheit haben die aller meisten. Lebensmittel kauft man unterwegs ein und dann smirgelt man sich abends was auf der Hütte.
Morgens macht man sich dann noch ein Frühstück, smiert sich ne Stulle für unterwegs und hat vieleicht auch noch Platz für nen Kaffee in der Thermoskanne.
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#18 Beitrag von JB » 2. April 2018, 17:32

Hallo Gerd,

wir jetzt 3 Mal in Norwegen ( 2 Mal Fjordnorwegen, 1 Mal Lofoten ).
Tagesetappen sollten 300 Km nicht überschreiten, sonst kann man die Schönheiten nich genießen.
Wir haben immer Hotels, inkl. HP , genutzt, hat sich zu 90% gelohnt.
Wollten abends heiß duschen, warm essen und morgens vernünftig frühstücken.
Wie schon beschrieben, sollte man die E 6 meiden. Versucht entweder am Wasser entlang zu fahren oder über das Fjell zu fahren.
Fähren sind bezahlbar, der Preis richtet sich nach der Fahrdauer
( kurze oder längere Überfahrt ).
Auf jeden Fall lohnt sich Norwegen, wenn man sich mit dem Wetter arrangiert.
Gruß

JB

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#19 Beitrag von Suse » 2. April 2018, 18:35

Wenn Ihr in der kurzen Zeit so hoch nach Norden möchtet,
dann Gairanger, Dalsnibba und Trollstigen mitnehmen.
Wir hatten Ende Juni 2015 da Wetter wie auf Postkarten!

http://www.bilder-upload.eu/thumb/a1f64e-1522690127.jpg

Gairanger von Dalsnibba aus geknipst!

So denn
VG
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#20 Beitrag von Alpenbummler » 2. April 2018, 21:42

JB hat geschrieben:
2. April 2018, 17:32
Wir haben immer Hotels, inkl. HP , genutzt, hat sich zu 90% gelohnt.
Wollten abends heiß duschen, warm essen und morgens vernünftig frühstücken.
Da decken sich unsere Ansprüche und Vorstellungen :D .
Wie habt Ihr das organisiert? Pauschal vorab alles gebucht? Über einen Reiseveranstalter (welchen)? Oder Hotelketten? Spontan gesucht (online oder durch vorsprechen)? Ü/HP/EZ kann in Norwegen schnell mal an die 200 € pro Nacht rangehen, nicht wahr?

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#21 Beitrag von uelbich » 4. April 2018, 09:58

- Was sollte man als Tagenetappen einplanen?
Keine Pauschalantwort dazu aber einen Hinweis:

Es wird Abends nicht dunkel :shock: Also Vorsicht und nicht ewig fahren :?
Nachts um 0200 eine Unterkunft/Restaurant finden wird schwierig.


- Woran kann ich Teerstraßen erkennen? Wir haben einen Supersportler dabei.
Bei Papierkarten auf die Legende schauen, die Straßen haben verschiedene Farben.
Im Navi -> Unbefestigte Straßen vermeiden

- Was kosten die Fähren in Norwegen?
https://www.norwayprotravel.de/media/pd ... T-2017.pdf
Gruß Reiner
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Mitglied im 300.000er Club
http://www.uelbich.de

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#22 Beitrag von Chesse » 4. April 2018, 12:19

Viele Campingplätze in Norwegen sind nur tagsüber bemannt. Will heissen dass spätabends niemand mehr anwesend ist der einem noch eine Hütte oder Zeltplatz zuweisen kann. In solchen Fällen darf man sich selbst bedienen. Die Schlüssel für ledige Hütten hängen dann vor der Rezeption an einem Brett und man kann sich hier bedienen. Die Bezahlung erfolt dann am nächsten Morgen und vor der Abreise.
Gruß ch
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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#23 Beitrag von 007_BMW » 20. April 2018, 19:26

Danke für eure Hilfe. Wir wollen es einfach drauf ankommen lassen, wie weit wir täglich kommen. Das mit der Küste ist eine gute Idee. Ziele sind von euch auch genügend genannt.
Werde jetzt mal mit Hilfe eurer Ziele eine Route zusammen stellen und mal sehen was man so vorplanen kann.

Schade ist nur, das keiner von euch mit dem wild Zelten Erfahrung hat und vielleicht ein paar Tipps hat.
Thomas

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#24 Beitrag von duese » 21. April 2018, 05:27

Irgendwo in der Nähe von Leknes haben wir 2001 unsere Zelte in die Pampa gepflanzt. Hat niemanden gestört.
Aber nach 6 Tagen am Fjord hauen sogar die Mücken ab. ;)
War eine nette Erfahrung, muss ich aber nicht noch einmal machen.
Das kalte Wasser vom Berg hat dir morgens die Zähne und Falten aus dem Gesicht gehauen. :)
Kumpel fährt da seit Jahren hin und hat einen selbstgebauten Räucherofen verbuddelt. Da wanderte dann der eine oder andere Dorsch rein.
Ansonsten hatten wir Dosenfutter, Gaskocher, etwas Wasser und Abgepacktes dabei. War halt Pampa und der nächste Ort weit weg.
Das letzte Stück war Schotterpiste, aber selbst mit meiner ollen XJR1200 gut machbar.
Reisezeit war um den 10. Juni rum, kaum Mücken, keine Menschen, dafür aber Regen satt.
Jetzt, mit fast 60 Lenzen würde ich eine Hütte vorziehen, allein Toilette, Dusche und ein Bett wären mir ein paar Euronen wert.

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Re: Norwegen 2018 Fragen über Fragen

#25 Beitrag von farbschema » 21. April 2018, 05:35

Chesse hat geschrieben:
4. April 2018, 12:19
Viele Campingplätze in Norwegen sind nur tagsüber bemannt. Will heissen dass spätabends niemand mehr anwesend ist der einem noch eine Hütte oder Zeltplatz zuweisen kann. In solchen Fällen darf man sich selbst bedienen. Die Schlüssel für ledige Hütten hängen dann vor der Rezeption an einem Brett und man kann sich hier bedienen. Die Bezahlung erfolt dann am nächsten Morgen und vor der Abreise.
Das stimmt schon - man könnte ggf. auch selbst in die Hütten rein. Bei den etwas größeren Plätzen war ab etwa 19 - 20:00 Uhr oftmals
keiner erreichbar und die Hütten auch nicht immer ohne weiteres zugänglich.

Besser früher kommen oder telefonisch reservieren wenns spät wird - so meine Erfahrung aus 2017. :wink:

Edit: manchmal stehen auch Handy-Nummern an der Rezeption. Zu einigermaßen normalen Zeiten kann das funktionieren.
"Nachts" eher schwierig.
Grüße, Felix
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Manche Menschen finden es verwirrend, wenn Sätze anders enden als Kartoffel.

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