Ölwechsel --> Verständnisfrage

Alles, was mit der Technik der WASSERgekühlten R1200/R1250xx zu tun hat
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Rainman67
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Ölwechsel --> Verständnisfrage

#1 Beitrag von Rainman67 » 25. September 2020, 15:15

Nachdem das Ende der Saison so langsam bevorsteht und ich meiner Dicken vor dem Winter noch was Gutes tun will, habe ich heute einen Ölwechsel durchgeführt. Ich habe mal gelernt, dass man ein Motorrad möglichst "mit frischem Öl" überwintern sollte (keine Ahnung, ob das noch immer so ist). Nachdem ich seit der Einfahrinspektion immerhin schon knapp 5.000 km gefahren bin, habe ich die Gelegenheit gleich beim Schopf gepackt und bin gleich auf das "Fuchs SILKOLENE PRO 4 SAE 5W-40 XP" gewechselt. Das Öl ist von BMW für die R1250R freigegeben und soll auch sehr gut sein.

Ich habe das Motorrad betriebswarm gefahren, das alte Öl abgelassen (habe ca. 20 Minuten gewartet, bis es aufhörte zu tropfen) und dann nach Wechsel des Ölfilters das neue Öl eingefüllt. Im Repair Manual von BMW steht, dass die Gesamtfüllmenge inkl. Filterwechsel 4 Liter beträgt. Man soll beim Ölwechsel zuerst 3.5 Liter einfüllen und dann noch Probefahrt bis zur "Max-Markierung" auffüllen. Bei mir fehlten nach der Probefahrt (ebenfalls wieder betriebswarm gefahren) noch ca. 100 ml.

Als ich dann den abgelassenen Inhalt meiner Ölauffangwanne wieder in die leeren Öldosen einfüllte, kam ich alles in allem auf 2.6 oder 2.7 Liter. Wenn ich jetzt noch berücksichtige, dass vor dem Ölwechsel zur "Max-Markierung" ca. 300 ml fehlten, dann ist das immer noch 1 Liter Differenz! :roll:

Wie kommt diese Differenz zustande? Ist das vielleicht Öl, welches im Ölkühler verbleibt oder in den beiden Zylindern? Keine Angst - ich höre nicht schon wieder die Flöhe husten, ich will es nur verstehen...
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#2 Beitrag von joerg58kr » 25. September 2020, 15:51

Die vier Liter beziehen sich auf ein absolut trockenen Motor/Getriebe im Neuzustand. Beim Ölwechsel kann aber nicht alles abfließen, damit natürlich auch nicht alles wieder nachgefüllt werden. Ein nicht unerheblicher Rest bleibt einfach an den Gehäusewänden/Getriebräder etc. haften, genauso wie später in deiner Ölauffangwanne bzw. im Ölfilter. Auch das neue Öl benötigt seine Zeit um an die richtigen Stellen zu kommen. Daher ist die Anweisung von BMW, erst nur einen gewissen Teil der Gesamtmenge einzufüllen, genau richtig. Wenn man dort stur die 4,0 oder 3,7 Liter nachfüllt sind i.d.R. zuviel drin. Das Schauglas ist entscheidend und das am besten erst nach längerer Pause. Wenn ich meine Ölwechsel mache, wird auch nur die Grundmenge eingefüllt (+Probelauf) und der Rest kommt am nächsten Tag bei kalten Motor bis max. 2/3
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#3 Beitrag von Mangfalltaler » 25. September 2020, 16:24

Rainman67 hat geschrieben:
25. September 2020, 15:15
Ich habe mal gelernt, dass man ein Motorrad möglichst "mit frischem Öl" überwintern sollte (keine Ahnung, ob das noch immer so ist).
Bei modernen Motorrädern ist das völlig überflüssig.

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#4 Beitrag von hixtert » 25. September 2020, 18:33

Mangfalltaler hat geschrieben:
25. September 2020, 16:24
Bei modernen Motorrädern ist das völlig überflüssig.
Die Regelung stammt aus der Zeit der unlegierten Öle in filterlosen Kreisläufen.
Grüße
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BMW-Hoschi
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#5 Beitrag von BMW-Hoschi » 25. September 2020, 21:08

Saisonende? Bei mir geht es jetzt erst einmal los. Hab das Mopped ja erst paar Tage.
Ansonsten, moderne Öle halten schon länger.
Allerdings, zu lange auch nicht, da bei synthetischen Ölen die Additive ausflocken.
Das passiert bei mineralischen weniger wegen mangel derer.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#6 Beitrag von Pumpe » 25. September 2020, 21:12

Hallo
Ein Jahr, oder auch zwei wird das Öl doch wohl halten. Ich finde man sollte nicht so verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen.
Gruss

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#7 Beitrag von Kay_R1250R » 25. September 2020, 21:32

Pumpe hat geschrieben:Hallo
Ein Jahr, oder auch zwei wird das Öl doch wohl halten. Ich finde man sollte nicht so verschwenderisch mit den Ressourcen umgehen.
Gruss
So pauschal würde ich das nicht sagen. Es gibt einige Öle auf dem Markt, auch von namenhaften Herstellern, die nach 4000-5000km eigentlich am Ende sind. Additive sind abgebaut, Viskosität hat sich soweit verändert, dass aus einen z.B. 40er Öl ein 30er geworden ist, usw.
Das hängt immer von der Kombination Öl und Motor zusammen. Nehmen wir mal an Öl X ist bei einem Boxermotor nach 5000km am Ende, d.h. aber nicht, dass dies bei einem Vierzylinder auch der Fall sein muss.

Über das Thema Öl kann man definitiv streiten. Letzendes hilft eigentlich nur eine Ölanalyse um den Zustand des Öles zu ermitteln.

Wer dazu mal lese Stoff braucht, dem kann ich die Seite Oil-Club.de empfehlen. Dort sind auch eine Menge Analysen zu finden.


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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#8 Beitrag von Pumpe » 25. September 2020, 22:12

Hallo
Das kann ich respektieren! Ich will aber kein weiters Hobby..
Wenn mir z. B. Der Meister der meine VN wartet sagt, Oleechsel alle 2 Jahre und ca. 8000-10000 km ist iO, dann reicht mir das.
Gruss

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#9 Beitrag von Alpenbummler » 25. September 2020, 23:21

Rainman67 hat geschrieben:
25. September 2020, 15:15
Im Repair Manual von BMW steht, dass die Gesamtfüllmenge inkl. Filterwechsel 4 Liter beträgt. Man soll beim Ölwechsel zuerst 3.5 Liter einfüllen und dann noch Probefahrt bis zur "Max-Markierung" auffüllen. Bei mir fehlten nach der Probefahrt (ebenfalls wieder betriebswarm gefahren) noch ca. 100 ml.
Wieviel hattest du denn zunächst eingefüllt? Die 3.5 Liter lt. Reparaturhandbuch? Dann würde mich in der Tat wundern, warum nur 2,7 Liter rauskamen.

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#10 Beitrag von joerg58kr » 26. September 2020, 06:59

Alpenbummler hat geschrieben:
25. September 2020, 23:21
Wieviel hattest du denn zunächst eingefüllt? Die 3.5 Liter lt. Reparaturhandbuch? Dann würde mich in der Tat wundern, warum nur 2,7 Liter rauskamen.
Weil die Differenz noch in der Ölauffangwanne, Ölfilter hängt. Von den vier Liter, wenn sie denn überhaupt drin waren, kommen eh nur 3,5 raus (incl. Ölfilter) raus, da kippst du das ganze in den alten Kanister und liest am Rand ungenaue 2,7 Liter ab :shock:

Ansonsten ensteht hier gerade ein neuer Ölfred, über Sinn und Unsinn des Ölwechsels, fehlen nur noch die verscheiden Ölsorten, fein ich hole schon mal die Chips :D :lol: :D
Zuletzt geändert von joerg58kr am 26. September 2020, 07:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#11 Beitrag von Rainman67 » 26. September 2020, 09:16

Danke für die unterschiedlichen Meinungen, Tipps und Infos!

Dass die Differenz irgendwie (irgendwo) noch im Motor verblieben sein muss, dachte ich mir schon, aber dass es gleich so viel ist hätte ich nicht gedacht. Wobei die im Filter verbliebene Ölmenge eigentlich nur sehr gering sein dürfte, weil ich den ja auch in die Ölauffüllwanne habe ablaufen lassen.

Ich habe mich aber gerade daran erinnert, dass mir auch beim Ölwechsel meiner Vespa schon diese Diskrepanz aufgefallen ist, freilich deutlich geringer, weil die Ölmenge natürlich erheblich kleiner ist. Aber in der Relation dürfte das durchaus hinkommen.

Bedeutet aber im Umkehrschluss auch, dass bei jedem Ölwechsel immer eine nicht unbedeutende Menge Altöl im Motor verbleibt und sich dann mit dem frischen Öl mischt. Und wenn ich mir anschaue, wie die meisten Werkstätten bei einem Ölwechsel vorgehen, dann geht das so, dass die ein kaltes Motorrad gerade mal 10 Minuten laufen lassen und dann den Ölwechsel durchführen. Habe ich selbst schon mehrfach so gesehen und genau deshalb nehme ich meine Kundendienste immer als "drauf warten" wahr, weil ich da sicher sein kann, dass das Öl wirklich heiß war wenn es gewechselt wird. Selbst im BWM Repair Manual steht es so drin, dass man den Motor so lange laufen lassen soll "bis der Lüfter angeht" und dann den Ölwechsel vornimmt. Der Lüfter geht bei 100 Grad Wassertemperatur an. Das ist schnell erreicht, aber die Öltemperatur ist dabei bei weitem geringer... Das nur am Rande...

Das man das Öl heutzutage nicht mehr zwingend vor dem Winter wechseln muss, dachte ich mir schon (vermutlich sind die Öle heutzutage einfach deutlich besser als früher als man das noch so machte), aber es gibt mir ein gutes Gefühl. Und nachdem das Öl nun immerhin schon fast die Hälfte des Wartungsintervalls hinter sich hat, kann es bestimmt nichts schaden...

Ich habe gestern auch festgestellt, dass es bei mir in der Tat seeehr lange dauert, bis das Öl in die Ölwanne zurückgelaufen ist. Nach meiner Probefahrt hatte ich vor dem nachkippen bis zur "Max-Markierung" extra noch eine halbe Stunde gewartet und erst dann 100 ml nachgefüllt. Nach eineinhalb Stunden stand es dann einen Milimeter über der "Max-Markierung" und heute bei kalten Motor minimal darunter. Das dürfte der Motor gerade so verkraften! :D
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#12 Beitrag von Mangfalltaler » 26. September 2020, 10:08

Pumpe hat geschrieben:
25. September 2020, 22:12
Wenn mir z. B. Der Meister der meine VN wartet sagt, Oleechsel alle 2 Jahre und ca. 8000-10000 km ist iO, dann reicht mir das.
Genau, meine XR hatte jetzt im September den Jahresservice, allerdings hatte ich zwischen zwei Inspektionsintervallen nur ca. 3.000 km gefahren. Der Werkstattmeister sagte, da brauchen wir keinen Ölwechsel machen, kommt dann nächstes Jahr dran.

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#13 Beitrag von Vmax » 27. September 2020, 05:24

Ölwechsel vor dem Winter mache ich auch nicht, im März gibt es die Jahresinspektion wo das dann gemacht wird.
Die großen Differenzen von 2,7 zu 4 Litern hätte ich auch nicht erwartet. Was berechnet eigentlich eine Werkstatt beim Ölwechsel? 3 Liter frisches Öl?

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#14 Beitrag von Chucky1978 » 28. September 2020, 04:21

Die Sache ist extrem simpel.

Ölfilter

Mehr gibt es da nicht zu sagen.


Aber ich Versuchs mal, jedoch ist die Sache extrem uninteressant.

Beispiel aus einer anderem Umfeld.
Seramis ist Ton. Seramis saugt je Kilo sag ich mal 300 Liter/Kilo Wasser auf. Der Ton aus Ebay für 1€ jedoch nur ich sag mal 100 Liter/Kilo. Und deswegen ist ein Ölfilter nicht gleich ein Ölfilter
Pauschal kann man zwar sagen, das ein Filter 0,5L Schluckt, aber das ist eine Angabe, die bei vielen Herstellern gleich ist, obwohl die Filtergrößen extrem unterschiedlich sind. Und allein das müsste zu denken geben.

Man kann die Sache jetzt noch bis ins kleinste Detail zerlegen, aber das ist nicht Zielführend und daher uninteressant und irrelevant weil was heute nicht raus gekommen ist, wird beim nächsten mal auch nicht rauskommen.
Weil einfache Mathematik. Ölwechsel macht man nicht bei einem trockenem Motor. Wenn also bei 15.000 Km 3,5L eingefüllt werden und nur 2,7L "gemessen" wurden, und ich bei 30.000 Km wieder 3,5 Liter nachfülle und wieder nur 2,7L nachmesse, müsste doch zwangsläufig der Motor langsam mal überfüllt sein oder?
Eigendlich nicht, weil der "Schwamm" im Ölfilter hat die Differenz im Sack. :-)

Was Werkstätten berechnen ist das was die Vorgabe des Herstellers ist. Fertig.. Das hat was mit Vertrauen zu tun. Wenn du merkst das du über den Tisch gezogen wirst, musst du vor Gericht, aber mindestens die Marke wechseln.
Aber das macht keiner, weil die Kunden gerne 30€ für einen Liter Öl zahlen, den sie für 15€ vom Fachhandel bekommen könnten, weil original ist ja das beste... Und die Unwissenheit und "Blödheit" wird mit Geld meist bezahlt.
Ein goldener Sattel macht einen Esel noch nicht zum Pferd

Gruß Ingo

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#15 Beitrag von Lender96 » 28. September 2020, 06:24

Pack mal 0.8l in den Filter. Wenn man die Grösse mit ner Milchpackung vergleicht dann muss der ja über-voll sein um 0.8l aufzunehmen. Das passt schon rein von der Gehäusegrösse nicht rein.

Wo die 0.8l allerdings verbleiben fände ich interessant, denn wie richtig bemerkt wurde müsste sich der Motor sonst überfüllen.
Ich vermute mal einen Messfehler oder das der Motor vor dem Wechsel bei minimum war.

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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#16 Beitrag von joerg58kr » 28. September 2020, 07:24

Es ist doch vollkommen egal was und wieviel nun drin war, ändern könnt ihr es im Nachhinein eh nicht, Hauptsache der Ölstand hat immer gestimmt, im Rahmen von Min. bis Max. Alleine das macht schon mal knapp einen Liter. Entscheidend ist was nun hinein kommt und das diesser Ölstand wieder erreicht wird.
Wieviel jetzt wo hängen bleibt und nicht abfließt oder gar nicht drinnen war, ist vollkommen egal. Nehmt mal einen Küchenschaber und kratzt das Altöl in der Auffangwanne zusammen, ihr werdet euch wundern wieviel das ist, oder wieviel Öl je nach Größe der Oberfläche innerhalb des Ölfilters zurückbleibt, obwohl ausgekippt. Die 4 Liter beziehen sich auf eine absolut trockene Motor/Getriebe-Kombi, die es nach der Erstbefüllung nie wieder gibt. Also kann auch nicht annähernd so viel abfließen bzw. nachgefüllt werden. Und schon gar nicht nochmal in einen anderen Kanister umgefüllt werden.
Die Nachfüllvorgaben sind nicht umsonst so gestaltet, dass nur peu à peu bis zum korrekten Ölstand aufgefüllt wird und nicht einfach Menge X reingekippt wird.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#17 Beitrag von BMW-Hoschi » 28. September 2020, 15:35

In meiner Lehrzeit habe ich gelernt, und das ist auch heute noch allgemein gültig, und ich rede jetzt nicht von irgendwelchen exotischen Lanztraktoren oder V8 Nutzfahrzeugmotoren: FÜLLSTANDSDIFFERENZ AM MOTOR, zwischen min und max ist genau ein halber Liter.
By the way, der Ölfilter nimmt in der Regel 0,25 Liter auf.
Die Füllmenge beträgt, bei dem 1150er Motor mit Filter 3,75l und ohne Filter 3,5l.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#18 Beitrag von joerg58kr » 28. September 2020, 17:16

Nur deine Lehrzeit ist lange her und was interessieren hier die Füllstandsdifferenzen von irgendwelchen anderen Motoren. Auch dein 1150er ist vollkommen irrelevant. Bei der R12R-LC beträgt er 0,95L und bei der R1250R 0,8L. Auch die Angaben von Ölfiltern zu verallgemeinern, entbart jedem technischen Verständnis.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#19 Beitrag von BMW-Hoschi » 28. September 2020, 19:42

joerg58kr hat geschrieben:
28. September 2020, 17:16
Nur deine Lehrzeit ist lange her und was interessieren hier die Füllstandsdifferenzen von irgendwelchen anderen Motoren. Auch dein 1150er ist vollkommen irrelevant. Bei der R12R-LC beträgt er 0,95L und bei der R1250R 0,8L. Auch die Angaben von Ölfiltern zu verallgemeinern, entbart jedem technischen Verständnis.
Ich versteh deine Aggressivität nicht.

Auch der Ölfilter aus der R1200R LC fasst nur maximal 280ml nach den Außenabmessungen.
76mm im Durchmesser und 62mm in der Bauhöhe ergibt maximal 281ml Inhalt.
Also sind die 250ml plausibel.
Falls du das nachrechnen magst.
Das mit den 0,95l ist für mich neu und ich werde das als Wissenserweiterung aufnehmen.

Es wäre nett von dir mich auf gleicher Augenhöhe zu behandeln.
Ich weiß nicht was du gelernt hast, was du arbeitest oder was die speziellen Hobbys sind.
Ich, Hauptschule, Mittlere Reife, KFZ-Elektriker, staatlich geprüfter KFZ-Techniker, Entwicklungstechniker.
Ich denke etwas mehr Respekt habe ich schon von dir verdient.

Viele Grüße, Hoschi
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#20 Beitrag von joerg58kr » 28. September 2020, 20:36

Hoschi,
bei der Ausbildung wundern mich die Antworten und Beiträge um so mehr. Auch deine Reifengeschichte. Denn wenn du so vom Fach bist, dann informiere ich mich entsprechend, bevor ich etwas loslasse oder mir sogar selber falsche Reifen aufziehen lasse.
Jeder kann sich mal vertun, keine Frage, aber da häuft es sich...
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#21 Beitrag von BMW-Hoschi » 28. September 2020, 21:05

Tja, das mit den Reifen. Morgen werde ich mit dem Verkäufer telefonieren.
Fakt ist, die bieten einen Reifen an den ich so wie es ausschaut nicht fahren darf.
Geblendet wurde ich dazu noch von einem Artikel der Zeitschrift Motorrad. Ausgabe 18.
Der Jung beim TÜV hat mir die Seite aus der Typgenehmigung herauskopiert, gedruckt.
Da steht der 170er und 180er drinnen!
Fakt ist aber der Satz, Reifenfabrikatsbindung gemäß Betriebserlaubnis beachten.
Nirgendwo steht bei mir, ich darf nur xxx, yyy oder zzz fahren.
Weder im Brief noch im Schein.
Woher soll ich die Information ziehen was in der Betriebserlaubnis steht?
Vielleicht hast du ja einen Tipp für mich.
Ich hab die BMW seit zwei Wochen, und ich muss noch einiges über die Huddel lernen.
Der ADAC übrigens hat auch so ein verwirrendes Dokument online.
Da wird die Aussage getätigt, fahr was du willst und es ist gut.
Im groben Sinne.

Aber trotzdem finde ich es nicht schön, jemanden unwissenden so unschön zu dissen.
Zumindest ist es nicht meine Art, ich helfe gerne und gebe auch gerne Anstöße zum finden einer Lösung.
Jedenfalls werde ich es mir überlegen weiterhin Gedankenanstöße zu machen da es immer wieder Menschen gibt die warten nur darauf loszuschießen wenn jemand mit seiner Idee etwas abwegiger denkt.

Nicht schön.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#22 Beitrag von BMW-Hoschi » 28. September 2020, 21:39

Noch eine Frage, kann es sein, dass die R12R LC eine Nassscheibenkupplung hat und das Getriebe mit über den Motorölkreislauf geschmiert wird?
Das wäre die Erklärung für mich warum die Differenz zwischen min und max bei knapp einem Liter liegt und nicht (wie für mich üblich) bei 0,5 Liter.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#23 Beitrag von joerg58kr » 28. September 2020, 22:22

Als geprüfter Kfz-Techniker solltest du eigentlich in der Lage sein, die passende Reifengrösse aus einem Kfz-Brief, COC oder Typgenehmigung einer Felgengrösse zuzuordnen. Da bist du der Profi. Das ist wie mit einem Berufskraftfahrer, der sich nicht heraus reden kann, wenn er mit abgelaufenen TÜV erwischt wird.

Dass die BMW LC Boxer seit 2013 eine Nasskupplung haben und sich das Öl mit dem Motor teilen, sollte sich nach nun 7Jahren auch langsam rumgesprochen haben.
Bevor ich sogenannte "Gedankenanstösse" verteile, sollte ich mich vielleicht mal etwas mit dem jeweiligen Modell befasst haben. Leider schaffst du dies aber noch nicht einmal mit deinem eigenen. Sorry
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#24 Beitrag von BMW-Hoschi » 29. September 2020, 05:46

B8FD1612-3236-49B4-8C98-2E846C311EFE.jpeg
Nassscheibenkupplung, für dich als alter Hase auf BMW, mag sein.
Ich bin NEU hier und werde ja mal so richtig NETT von einem Empfangen.
Da versucht man Anschluss zu bekommen und kriegt voll einen vor den Latz geknallt.
Gehst du immer mit deinen Mitmenschen so um?
Dafür kann ich an der Ducati Ventile einstellen und kenn mich mit der Technik dort bestens aus.
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Re: Ölwechsel --> Verständnisfrage

#25 Beitrag von Rainman67 » 29. September 2020, 07:20

@joerg58kr: an dieser Stelle muss ich BMW-Hoschi leider recht geben. Du magst Dich in technischen Dingen bestimmt sehr gut auskennen. Zumindest erweckt das was Du schreibst auf mich als technischen Laien den Eindruck. Allerdings bist Du was Umgangsformen betrifft noch ein blutiger Anfänger und Lehrling. So geht man nicht mit seinem Mitmenschen um. Auch nicht, wenn er oder sie vielleicht etwas falsches geschrieben hat.

Denn irgendwie sind wir doch alle zusammen Menschen, die ein sehr schönes Hobby vereint und die sich gegenseitig helfen und respektieren (sollen). Denk mal drüber nach!
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